Wie stark hat die Coronapandemie Pfäffikon beschäftigt?
Marco Hirzel: Der Umgang mit der Pandemie war eine Herausforderung für Verwaltung und Politik. Wie bei allen anderen Gemeinden auch war die Situation neu und ungewohnt, konnte aber mit gesundem Menschenverstand und funktionierenden Strukturen gemeistert werden. Als federführende Gemeinde in der Regionalen Führungsorganisation RFO mit Pfäffikon, Fehraltorf, Russikon und Hittnau standen wir zusätzlich in der Verantwortung. Während des Lockdowns hat dann die Schliessung von öffentlichen Plätzen und Anlagen – vor allem im Bereich des Pfäffikersees – zu Emotionen und entsprechenden Reaktionen geführt. Positiv bleibt vom Lockdown in Erinnerung, dass die Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden, Kommunalpolizei und Kantonspolizei sehr gut funktionierte.
Was war das wichtigste Ereignis in Ihrer Gemeinde im 2020?
Ein wichtigstes Ereignis kann und möchte ich nicht benennen. Prägend wird in Erinnerung bleiben, dass sehr viele – für die Kultur und den Zusammenhalt in der Gemeinde sehr wichtige – Veranstaltungen abgesagt werden mussten. Dass die Bevölkerung dem Kredit für den Neubau des Clubhauses im Sportplatz Barzloo und dem Budget zugestimmt haben, bestätigt das Vertrauen in die Arbeit des Gemeinderates.
Für die Region Zürcher Oberland ist es ein grosser Erfolg und wichtig für die regionale Standortförderung, dass die drei Organisationen «Pro Zürcher Berggebiet», «Zürcher Oberland Tourismus» und «Region Zürcher Oberland» im Rahmen des Organisationsentwicklungskonzeptes der Gründung der neuen Organisation «Standortförderung Zürioberland» zugestimmt haben.
Was war Ihr persönlicher Höhepunkt?
Dass wir im schweizerischen Gemeinde-Ranking nach wie vor einen Spitzenplatz belegen. Das ist aber nicht ganz ernst gemeint, aber wenn man zu den zehn attraktivsten Gemeinden der Schweiz zählt, erwähnt man das als Gemeindepräsident natürlich gerne. Mein persönliches Highlight ist aber der Start des Projektes «Raumentwicklungskonzept» oder kurz Rek. Es bietet der Behörde und den interessierten Pfäffikerinnen und Pfäffikern die Möglichkeit, die Zukunft der Gemeinde mitzugestalten.
Positiv in Erinnerung bleiben wird im vergangenen, herausfordernden Jahr auch die konstruktive Zusammenarbeit im Leitenden Ausschuss der Gemeindepräsidenten des Kantons Zürich und den daraus erwachsenden Zusatzaufgaben. Für mich beispielsweise die Delegation in die Taskeforce Chlorotalonil-Methaboliten und die damit verbundene enge Zusammenarbeit mit der kantonalen Verwaltung und der Zürcher Regierung.

