Was war das wichtigste Ereignis in Egg im 2020?
Tobias Bolliger: In der Gemeinde Egg stand unter Coronabedingungen das erstmalige Einführen von « neuen » Arbeitsweisen, die Unsicherheit über den zeitlichen Horizont und die laufenden Anpassungen an neue Vorgaben im Vordergrund. Auf Verwaltungsseite konnte mit Home-Office-Arbeitsplätzen und mit ausgedünnten Einzelarbeitsplätzen positiv reagiert werden. Die Distanz zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern konnte eingehalten und alle Funktionen aufrecht gehalten werden. Als Fazit gab es deutlich weniger Sitzungen und kaum noch gemeinsame Events, um auch das Gesellschaftliche, den Sport und das Kulturelle zu pflegen. Auf der Schulseite war die spezielle Aufgabe für Lehrer, Schüler und Eltern sehr herausfordernd. Ein Schulsystem mit reduzierter Präsenz und «homeschooling» wurde entwickelt, um allen Anforderungen gerecht zu werden.
Die wichtigste Errungenschaft im 2020 ist, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit grossem Engagement diese Hürden erfolgreich gemeistert haben. Ich bedanke mich ganz herzlich für die erbrachten Leistungen.
Als wesentliches Ereignis darf dabei nicht vergessen werden, dass in den Sommermonaten zusätzlicher provisorischer Schulraum im Bützi mit sieben Schulzimmer rechtszeitig aufgestellt werden konnte – leider ohne Einweihungsfest.
Welche Herausforderungen kommen auf Ihre Gemeinde zu?
Für 2021 ist es nun die grosse Aufgabe auf allen Stufen, in jedem Bereich von jung bis alt, im privaten sowie beruflichem Umfeld, in den Vereinen und für jede Person ganz individuell, den Weg in die neue Zukunft zufriedenstellend und erfolgreich zu gestalten. Das Ziel und der Zeitrahmen sind noch sehr diffus – aber gemeinsam werden wir das erreichen.
Ich wünsche allen gutes Gelingen bei der Umsetzung, Sicherheit im Zusammensein und starke, anhaltende Gesundheit.

