Was hat Seegräben im 2020 bewegt?
Marco Pezzatti: Auf ein verrücktes Jahr wie 2020 will ich nicht in gewohnter Weise mit der Beantwortung der immer zu Jahresende gestellten Fragen dieser Zeitung zurückschauen. Lassen sie mich einige für unsere Gemeinde relevanten Geschehnisse des letzten Jahres aus der Perspektive eines Spatzes erzählen, der täglich auf dem Dach unseres Gemeindehauses Rast macht und beobachtet.
Die wichtigsten Ereignisse aus der Perspektive eines Spatzes
Anfang Jahr schaute der Spatz dem emsigen Treiben zu, wie das alte Spritzenhaus hübsch renoviert wurde. Er beobachtete die Umbauarbeiten am Gemeindeparkplatz mit verändertem Einfahrtsregime, Schranke und neue Zahlstationen. Im März merkte der Spatz, dass immer weniger Leute unterwegs waren. Vor dem Dorfladen mussten die Leute warten, damit indoor das Corona-Schutzkonzept eingehalten werden konnte. Die Mitarbeitenden der Verwaltung kamen nur noch sporadisch und arbeiteten aus dem Homeoffice.
Immer wieder sah er dafür den Sicherheitsvorstand und den Gemeindepräsidenten ins Gemeindehaus eilen. Sie bildeten zusammen mit dem Gemeindeschreiber den Krisenstab, der die von Bund und Kanton vorgegebenen Massnahmen umsetzen musste. Fast wäre es dem Spatz verleidet so einsam auf dem Dach, doch da begannen im späteren Frühjahr die Arbeiten für das Wegprovisorium vom Gemeindeparkplatz zum Juckerhof. Die schonende Bauweise und die schöne Gestaltung aus Holz gefielen ihm. Anfang Juni realisierte er, dass erstmal an Wochenenden ein Bus von Uster nach Seegräben fuhr.
Reduziertes Gemeindeleben aufgrund von Covid

