Wie stark hat die Coronapandemie Fällanden beschäftigt?
Tobias Diener: Das Dorfleben wurde von der Coronapandemie dominiert, mussten doch fast alle Vereins-, Fest- und Gemeindeveranstaltungen abgesagt werden. Neben dem Fehlen der dörflichen Begegnungen ist dies auch für viele Vereine eine grosse Herausforderung, da ihnen damit die Möglichkeit versagt war, etwas Geld in die Kasse zu spülen. Das Kleingewerbe wurde hart getroffen und kam teilweise in existentielle Schwierigkeiten. Hier war der vom Kanton geschaffene Hilfsfonds mindestens zum Teil hilfreich.
Was war das wichtigste Ereignis in Ihrer Gemeinde im 2020?
Die wichtigsten Ereignisse waren diejenigen, welche nicht stattfinden konnten und die uns fehlen, wie zum Beispiel das Dorffest, die Vereinsfeste oder das gemeinsame Feiern des 1. August.
Was war Ihr persönlicher Höhepunkt?
Die Erkenntnis, dass wir, wenn es drauf an kommt, keine individualistische und egoistische, sondern eine solidarische Gesellschaft sind. Zum Beispiel entstand nach dem Lockdown in vielen Quartieren spontan eine Nachbarschaftshilfe. Aber auch die Erkenntnis, dass die Anpassungsfähigkeit der Menschen unterschätzt wird. So gingen viele Menschen in Fällanden kreativ mit der Coronasituation um und probierten neue Wege der Kommunikation aus. Persönlich konnte ich in diesem Jahr zahlreiche schöne Bergwanderungen geniessen und dabei Ruhe finden, Freundschaft erleben und Dankbarkeit für unser grossartiges und schönes Land spüren.
Welche Herausforderungen kommen auf Ihre Gemeinde zu?
Zentral ist die Hoffnung auf eine dauerhafte Eindämmung der Coronapandemie mithilfe des anlaufenden Impfprogramms. Davon, ob dies gelingt, hängt vieles ab. Im politischen Leben von Fällanden ist die Volksabstimmung über die neue Gemeindeordnung wichtig, mit der auch die Einheitsgemeinde, welcher die Stimmberechtigten bereits im 2019 mit überwältigendem Mehr zustimmten, praktisch umgesetzt würde.
Was ist Ihr Wunsch für 2021?
Mein grösster Wunsch ist, dass das anstehende Impfprogramm wie erhofft wirkt und damit eine Rückkehr zu einem normalen Leben möglich wird. Dann sind wieder mehr zwischenmenschliche Begegnungen möglich, aber auch die Wirtschaft und das lokale Gewerbe kann sich wieder erholen.

