Abo

Gesellschaft

«Gossau fiiret» soll zum Freudenfest über wiedergewonnene Freiheiten werden

Gossaus Gemeindepräsident Jörg Kündig (FDP) ist –​​​​​​​ auch auf kantonaler Ebene –​​​​​​​ stark mit Covid-19 beschäftigt. Doch er freut sich, dass es auf kommunaler Ebene trotz Pandemie mit der neuen Sporthalle vorwärts geht.

Wie stark hat die Coronapandemie Gossau beschäftigt?
Jörg Kündig:   Natürlich war die Bewältigung der Pandemie ein grosses Thema. Angefangen von der Etablierung einer Krisenorganisation im Frühjahr über die Ausrichtung von Notfallkrediten und Nothilfen bis hin zur Veranlassung von wechselnden Schutzkonzepten oder situationsgerechten Durchführung von Veranstaltungen –  oder auch Nicht-Durchführung. Schliesslich ging es insbesondere in der Budget- und Planungsphase auch darum zu beurteilen, welche Folgen für die Gemeinden direkt oder indirekt entstehen.

Was war das wichtigste Ereignis in Ihrer Gemeinde im 2020?
Positiv hervorzuheben gilt es sicherlich den Spatenstich für die langersehnte multifunktionale Sporthalle im Frühling, aber auch die Genehmigung des Kredites für die Sanierung der Badi war wichtig. Daneben haben natürlich auch die Volksentscheide im Kanton für die Entlastung bei den Ergänzungsleistungen oder die Mitfinanzierung des Strassenunterhaltes grosse Bedeutung.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt?
Neben den obgenannten Ereignissen, allen voran dem Spatenstich für die Halle, ist die Mitarbeit im Sonderstab Covid-19 des Kantons  Zürich zu erwähnen. Damit verbunden der Eindruck, einen persönlichen Beitrag zur Bewältigung der Krise – sowohl in Gossau als auch im Kanton Zürich – leisten zu können.

Welche Herausforderungen kommen auf Ihre Gemeinde zu?
Angesichts der Ausgangslage scheinen die Herausforderungen in der Gemeinde vergleichsweise bescheiden. Vorgesehen ist beispielsweise die Umsetzung des Mehrwertausgleichsgesetzes, aber auch Gedanken zur durch Vorgaben bedingten Überprüfung der Zivilschutzorganisation. Herausfordernd sind auch die zahlreichen privaten Bauprojekte in der Gemeinde und deren Folgen für Infrastruktur und Verkehr. Daneben freuen wir uns natürlich auf die Neueröffnung der Badi und das grosse Fest 2021 «Gossau fiiret».

Was ist Ihr Wunsch für 2021?
Zuoberst steht natürlich der Wunsch nach einer raschen Rückkehr zur Normalität.  Die Abwicklung von Projekten war 2020 erschwert und verlangsamt,  Covid-19 hat viel Energie verbraucht. Vor allem gelitten hat aber das gesellschaftliche Miteinander, welches mir persönlich sehr wichtig ist und auch für die Gemeinde Gossau einen grossen Stellenwert hat. Deshalb soll das geplante «Gossau fiiret» vom 2./3./4. Juli 2021 – und das Timing passt mutmasslich nicht so schlecht – auch fast den Charakter eines Freudenfestes über die wiedergewonnenen Freiheiten haben.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?