Abo

Gesellschaft

Bevölkerungswachstum wird zur Herausforderung

In Zell müssen verschiedene Schulhäuser erweitert und renoviert werden. Für Gemeindepräsidentin Regula Ehrismann (EVP) bringt das 2021 einige grosse Aufgaben.

Wie stark hat die Coronapandemie Zell beschäftigt?
Regula Ehrismann:  Trotz Corona konnte der normale Alltag in der Gemeinde weitgehend aufrecht erhalten werden. Leider mussten viele Anlässe, die in Gemeindeliegenschaften stattgefunden hätten, abgesagt werden. Dies hat einen Mehraufwand im Bereich Liegenschaften hervorgerufen. Es brauchte viele Absprachen mit den verschiedenen Vereinen und Organisationen. Jetzt gegen Ende Jahr macht sich bei den sozialen Diensten die Coronapandemie bemerkbar, mehr Leute melden sich, weil sie aufgrund der Pandemie ihre Stelle verloren haben. Dies wird uns sicher im 2021 noch viel mehr beschäftigen.  

Was war das wichtigste Ereignis in Ihrer Gemeinde im 2020?
Im Februar konnten wir an der Urne über die Totalrevision der neuen Gemeindeordnung abstimmen, diese wurde vom Souverän mit deutlicher Mehrheit angenommen. Ebenso die Totalrevision der Personalverordnung an der Gemeindeversammlung im September. Mit diesen beiden neuen Reglementen sind wir sicher für die Zukunft gut gerüstet.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt?
Die konstruktive Zusammenarbeit und Auseinandersetzung im Gemeinderat wie auch an den Gemeindeversammlungen empfinde ich als sehr unterstützend. Es freut mich, dass ich in einer Gemeinde Präsidentin sein darf, in der konstruktive Feedbacks geben werden. Die Sprechstunden des Gemeinderates sind gut besucht und ich freue mich über alle Rückmeldungen, wie wir unsere Gemeinde lebenswerter machen können.

Welche Herausforderungen kommen auf Ihre Gemeinde zu?
Durch das grosse Bevölkerungswachstum in der Gemeinde Zell und damit einhergehend auch ein grosser Zuwachs der Schülerzahlen müssen wir dringend verschiedene Schulhäuser sanieren und erweitern. Ebenso ist unser Gemeindehaus in die Jahre gekommen und entspricht punkto Sicherheit und Diskretion nicht mehr den heutigen Anforderungen. Daher ist eine Modernisierung dringend angezeigt. Dies bedeutet aber in finanzieller Hinsicht eine grosse Herausforderung, gerade auch wegen Corona und der grossen Unsicherheit, die damit verbunden ist.

Was ist Ihr Wunsch für 2021?
Ich wünsche mir, dass durch die Coronaimpfung ein wenig Normalität zurückkehren kann und Anlässe wie die 1. August-Feier oder der Gewerbe-Apéro wieder durchgeführt werden können. Mir fehlt der persönliche Austausch mit der Bevölkerung. Ich wünsche mir aber auch, dass es uns gelingt, auch das Gute zu sehen, alles was wir haben und was noch möglich ist. Die Perspektive ist ein halb volles und nicht ein halb leeres Glas. In diesem Sinne wünsche ich allen trotzdem einen guten Start in das neue Jahr.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?