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Gesellschaft

«Der Mensch ist nicht für social distancing gemacht»

Der grösste Wunsch des Bäretswiler Gemeindepräsidenten Teodoro Megliola (parteilos) ist die baldige Rückkehr zur Normalität. Bei den Finanzen rechnet er mit Spätfolgen der Pandemie.

Wie stark hat die Coronapandemie Bäretswil beschäftigt?
Teodoro Megliola:  Sehr stark, so wie jede andere Gemeinden auch. Behörden und Verwaltung waren bei der Balance zwischen Proaktivität und Aktivismus ständig gefordert. Seitens Kanton kamen laufend neue Fragestellungen zu den Gemeinden, welche es sofort zu lösen gab. Die Bevölkerung war verunsichert. Es war für alle schwierig. Es war und ist noch ein Stresstest für unser Milizsystem. Die Zusammenarbeit und der Austausch mit den anderen Gemeinden der Region haben aber geholfen, die Situation einigermassen zu meistern

Was war das wichtigste Ereignis in Ihrer Gemeinde im 2020?
Corona und die Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung haben einige sonst wichtigen Themen und Ereignisse deutlich relativiert. Dennoch war die Annahme des Kredits für die Renovation des Schulhauses Maiwinkel an der Urne im November ein wichtiges Bekenntnis zum Schulstandort.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt?
Im Coronajahr musste man sich mit wenig zufrieden geben. Der Auftritt von Mike Müller mit seinem Programm « Heute Gemeindeversammlung »  sowie das Vorbereitungsgespräch waren ein Highlight. Gefreut hat mich auch der Launch von chronik-baeretswil.ch , ein weiteres tolles Kulturvermächtnis für Bäretswil. Der Dank von vielen Seniorinnen und Senioren auf den Schoggiversand als Ersatz für den Seniorennachmittag im Dezember war ebenfalls ein richtiger Aufsteller!

Welche Herausforderungen kommen auf Ihre Gemeinde zu?
Die zweite Corona-Welle ist noch nicht mal unter Kontrolle, schon spricht man von der dritten. Wenn diese käme, dann wären wir alle noch mehr gefordert. Die finanziellen Auswirkungen von Corona sowie das hohe Investitionsprogramm von 7,3 Millionen Franken gilt es im 2021 zudem zu meistern.

Was ist Ihr Wunsch für 2021?
Dass wir weltweit diesen Virus besiegen und zur Normalität zurückkehren können. Der Mensch ist nicht für « social distancing »  gemacht, im Gegenteil: Soziale Nähe ist die Basis jedes aktiven Familien- und Dorflebens, das wünsche ich mir zurück. Wenn die Gesundheit der Bevölkerung nicht mehr gefährdet ist, dann können wir uns wieder allen anderen Themen widmen, unsere Dorfanlässe feiern und wieder unbekümmert zusammen sein!

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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