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Gesellschaft

Virus verkürzt das grosse Dorf-Jubiläum

«Wald2020»​​​​​​​ hätte das ganze Jahr über für Feststimmung sorgen sollen. Zum Leidwesen von Gemeindepräsident Ernst Kocher (SVP) konnten nur zwei Anlässe durchgeführt werden. Im 2021 steht ein anderes Grossvorhaben an.

Wie stark hat die Coronapandemie Wald beschäftigt?
Ernst Kocher: Corona war, wie wohl für alle, sehr prägend. In der Lockdown-Zeit drehten sich die Entscheide praktisch nur um eine Frage: Was müssen wir schliessen, um Menschenansammlungen zu verhindern. Eine undankbare, aber unerlässliche Aufgabe. Weiter beschäftigte uns die finanzielle Situation der Kleinst-Unternehmen, die zwischen die Maschen der gespannten Auffangnetze zu fallen drohten. Die persönlichen Gespräche und die rasche und unbürokratische Nothilfe trug verschiedentlich zu deren Liquiditätssicherung bei.

Was war das wichtigste Ereignis in Ihrer Gemeinde im 2020?
Das ebenfalls von Corona durchgeschüttelte «Wald2020», unser Jubiläum zum 1200-jährigen Bestehen. Zwei Veranstaltungen konnten stattfinden: Der Silvesteranlass als Auftakt, der durch Delegationen aus den Aussenwachten bereichert wurde, sowie der Winteranlass, der Jung und Alt eine mit Eisabrieb umliegender Eishallen präparierte Langlaufloipe auf der Bahnhofstrasse bot. Danach war der über das ganze Jahr geplante Festreigen leider schon wieder vorbei.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt?
Mein Höhepunkt steht ebenfalls im Zusammenhang mit dem Virus, und zwar mit dessen Bewältigung. Während der Phase von «bleiben Sie zuhause» entstand eine private Aktion, die Bedürfnisse sichtbar machte und Hilfesuchende und Hilfeleistende miteinander verknüpfte. Die über 170 gebildeten «Paare» sind ein leuchtendes Beispiel enormer Solidarität und gelebter Freiwilligenarbeit in unserer Gemeinde.

Welche Herausforderungen kommen auf Ihre Gemeinde zu?
Weiterhin wohl Covid-19. Es gelang uns zwar, ein ausgeglichenes Gemeindebudget für 2021 zu erarbeiten, die erwarteten Steuererträge mussten wir aber um rund 1 Million Franken reduzieren. Ob wir damit richtigliegen und welche Folgen noch auf uns zukommen, wird sich zeigen. Auf der politischen Agenda wird es im Sommer spannend: Wir werden das Grossprojekt zur Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Laupen an die Urne bringen und sind sehr gespannt, wie dieses ankommen wird. Bis dahin arbeiten wir noch intensiv daran.

Was ist Ihr Wunsch für 2021?
Im Vordergrund meiner Wünsche für das Jahr 2021 stehen das Zurückgewinnen von Zuversicht und Mut sowie eine spürbare Aufbruchstimmung.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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