Was war das wichtigste Ereignis in Bauma im 2020?
Res Sudler: Die Brandkatastrophe im unteren Wolfsberg hat die DNA Baumas verändert. Die Brandbetroffenen erlebten eine unglaubliche Solidaritätswelle aus der ganzen Schweiz. Wir stehen zusammen und zusammen sind wir stark! Das immer wieder Gehörte « Stolz, Baumer zu sein » , ist Ausdruck davon.
Wie stark hat die Coronapandemie Ihre Gemeinde beschäftigt?
Die Bekämpfung der Coronapandemie hat uns (zu) stark beansprucht. Die Erstellung von immer wieder anzupassenden Schutzkonzepten, Eventualplanungen und Notfallszenarien haben alle, besonders die Schule, stark gefordert. Wir mussten priorisieren. Nicht alles, was sich der Gemeinderat vorgenommen hat, konnte umgesetzt werden. Mich schmerzt, dass persönliche Begegnungen immer noch fast nicht möglich sind.
Was war Ihr persönlicher Höhepunkt?
Die Gründung der Waldkorporation, dann die Gewährung einer Bürgschaft durch die Gemeindeversammlung an den Holzwärmeverbund. Beides Schritte zur besseren Nutzung der Ressource Holz. Das Bushaus in Juckeren, aus einheimischem Holz und lokal erstellt, ist auch ein Produkt dieser Nachhaltigkeitsstrategie. Ich hoffe, es werden noch weitere folgen: aus der Region für die Region! Ein herzliches Danke geht an die PZB für die Projektführung.
Welche Herausforderungen kommen auf Ihre Gemeinde im 2021 zu?
Wichtig bleibt die Sanierung des Hallenbades. Ich hoffe fest auf ein überzeugtes Ja zum Baukredit am 7. März 2021. Auch die Massnahmen zur Pandemiebekämpfung werden uns noch nicht loslassen. Beim Holzwärmeverbund starten wir mit der Umsetzungsphase. Das Potential für noch viel mehr einheimische Holzenergie ist vorhanden. Auch hier gilt: nachhaltig aus der Region für die Region!
Was ist Ihr Wunsch für 2021?
Ich wünsche mir die Rückkehr zur Normalität. Dann mehr Bewusstsein, dass Krankheit und Tod zum Leben gehören und wir nur Gäste auf diesem Planeten sind, der ganz gut ohne uns zu Recht kommen würde. Ich wünsche mir Nachhaltigkeit – im Handeln, bei Begegnungen und in Beziehungen. Aus der Region, für die Region, aber vor allem auch für uns selbst. Ihnen allen wünsche ich aber nur das Beste, Glück und Gesundheit. Und jenen, die krank sind, wünsche ich von Herzen viel Kraft und tägliche Lichtblicke.

