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Gesellschaft

«Die Zentrumsentwicklung wurde um einige Jahre zurückgeworfen»​​​​​​​

Die Ablehnung des Bandwies-Projektes hat Rütis Gemeindepräsident Peter Luginbühl stark beschäftigt. Wegen einer Krebserkrankung muss der FDP-Politiker jetzt eine Auszeit nehmen.

Wie stark hat die Coronapandemie Rüti beschäftigt?
Peter Luginbühl: Es ist uns weitgehend gelungen, das Dorfleben trotz Corona möglichst normal zu gestalten. Leider sind auch wir im Alterszentrum nicht verschont geblieben von vielen positiven Testergebnissen und auch einzelnen Todesfällen. Mit innovativen Ideen und nachbarschaftlicher Hilfe konnte die Einsamkeit der älteren Menschen während des Lockdowns etwas gelindert werden. Auch die Unterstützung der lokalen Wirtschaft, insbesondere der Ladengeschäfte, hatte einen hohen Stellenwert. Der Solidaritätsgedanke in der Bevölkerung war spürbar und erlebbar. Mit einer transparenten Kommunikation und einer gut funktionierenden Krisenorganisation konnte die Nähe zur Bevölkerung trotz fehlender persönlicher Begegnungsmöglichkeiten aufrecht erhalten werden.

Was war das wichtigste Ereignis in Ihrer Gemeinde im 2020?
Die Urnenabstimmungen im Frühjahr haben zentrale strategische Projekte geprägt. Mit der Ablehnung des Bandwies-Projektes wurde die Zentrumsentwicklung mit den entsprechenden finanziellen Konsequenzen um einige Jahre zurückgeworfen. Dafür kann der Wärmeverbund als Bestandteil der energiepolitischen Zukunft von Rüti weiterentwickelt werden. Der Start des Umsetzungsprojektes «Einheitsgemeinde» ist sowohl für die Verwaltung wie auch für die Politik von grösster Bedeutung.

Für mich persönlich kann ich festhalten, dass d ie Führung der Gemeinde unter massiv erschwerten Rahmenbedingungen geglückt ist. Darauf bin ich und darauf ist der ganze Gemeinderat stolz.

Welche Herausforderungen kommen auf Ihre Gemeinde zu?
Die Vorbereitungen für die Einheitsgemeinde ab 1. Januar 2022 stehen im Zentrum der Aktivitäten. Mit der weiteren Umsetzung der Strategie «Rüti leben Rüti gestalten» bleibt das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben trotz pandemischer Rahmenbedingungen im Fokus.

Was ist Ihr Wunsch für 2021?
Die Gesundheit soll für alle Rütnerinnen und Rütner und in diesem Jahr ganz speziell auch für mich im Zentrum stehen. Zudem wünsche ich mir, dass es uns gelingt, die neue Normalität noch besser in unseren Alltag zu integrieren und dass dank des Impfstoffs möglichst bald wieder ganz normale persönliche Begegnungen und Veranstaltungen möglich sein werden.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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