Wie stark hat Corona Schwerzenbach beschäftigt?
Thomas Weber: Natürlich hat Corona auch uns beschäftigt. Wir haben von Anfang an grossen Wert darauf gelegt, die Leistungsfähigkeit der Gemeindebetriebe zu erhalten und die wichtigsten Dienstleistungen jederzeit erfüllen zu können, was uns gelungen ist. Dabei war das Verständnis der Bevölkerung sehr gross, die persönliche Kontaktaufnahme auf das Nötigste zu beschränken. Zusammen mit der Gemeinde Greifensee haben wir im März in kürzester Zeit eine Regionale Führungsorganisation auf die Beine gestellt, die seitdem in allen Bereichen die nötigen Massnahmen beschliessen und umsetzen konnte. Aus meiner Sicht sind wir bis jetzt sehr gut über die Runden gekommen.
Was war das wichtigste Ereignis?
Die Frage müsste eher lauten, was wäre das wichtigste Ereignis gewesen? Von allen abgesagten Terminen und Veranstaltungen würde dann wahrscheinlich das Dorffest zuoberst auf der Rangliste stehen. Bei all den Absagen und Verschiebungen fragt man sich wirklich, was bleibt denn, abgesehen von Corona, in den Erinnerungen an das Jahr 2020 hängen?
Was war ihr Höhepunkt?
Zu sehen, was in einer Krisensituation an Kräften freigesetzt werden kann. Die grosse freiwillige Hilfe an den verschiedensten Orten hat mich sehr berührt. Das starke Miteinander und Verständnis für die unterschiedliche psychische Belastung der Mitmenschen ist eine grosse Hilfe.
Welche Herausforderung kommen im 2021 auf Schwerzenbach zu?
Corona und die damit verbundene Krise wird uns auch im neuen Jahr noch beschäftigen. Wir müssen uns darauf einstellen und versuchen, die politischen Prozesse auch unter diesen erschwerten Bedingungen weiterzutreiben. Insbesondere die Revision der Bau- und Zonenordnung muss vorangetrieben werden, damit auch die wirtschaftliche Entwicklung in Schwerzenbach wieder Fahrt aufnehmen kann. Ansonsten sind die Wünsche überschaubar: Gesund bleiben!

