Wie stark hat die Coronapandemie Weisslingen beschäftigt?
Andrea Conzett: Die Coronapandemie beschäftigt die Gemeinde täglich. Als Arbeitgeberin muss die Gemeinde für das Wohlergehen ihrer Angestellten sorgen, aber auch die benötigten Dienstleistungen sind trotz Home Office und anderen Massnahmen aufrechtzuerhalten. Das Gemeindeführungsorgan beurteilt ständig die Lage und ergreift notwendige Massnahmen. Die Schulpflege erarbeitet Schutzkonzepte und setzt diese durch. Eine Gruppe von Privaten bietet Unterstützung an für Leute, die aus Sicherheitsgründen ihr Haus nicht verlassen können.
Was war das wichtigste Ereignis in Ihrer Gemeinde im 2020?
Seit ein paar Jahren arbeiteten wir an der Zukunft unserer Abwasserreinigung. Im 2019 hatte das Stimmvolk an der Urne grünes Licht für den Anschluss an die Ara in Winterthur und die Aufhebung unserer eigenen Ara gegeben. Im 2020 wurde dies vollzogen, praktisch ohne dass die Bevölkerung etwas gemerkt hätte; ohne Verzögerung, ohne Mehrkosten, ohne Probleme. »
Was war Ihr persönlicher Höhepunkt?
Nach zehn Jahren hat das Mitteilungsblatt der Gemeinde Weisslingen ein neues Format und Konzept erhalten. Seit April 2020 erscheint monatlich « de Wisliger » mit vermehrten redaktionellen Beiträgen. Es ist die Idee, dass die Weisslingerinnen und Weisslinger über das Leben in ihrem Dorf informiert werden. Wegen der Auswirkungen der Pandemie fand dieses Leben nur beschränkt statt und trotzdem konnte bis jetzt jede Ausgabe gefüllt werden, was mich zuversichtlich stimmt.
Welche Herausforderungen kommen auf Ihre Gemeinde zu?
Durch die Coronapandemie wurde auch in Weisslingen das gesellschaftliche und politische Leben gedrosselt. Im 2021 sollte sich die politische Diskussion wieder vermehrt auf die Zukunft und die Entwicklung der Gemeinde fokussieren. Der Schock und die Ungewissheit über die finanziellen Auswirkungen der Pandemie sitzen tief, doch wir müssen uns davon lösen können.
Was ist Ihr Wunsch für 2021?
Für das neue Jahr wünsche ich allen Weisslingerinnen und Weisslingern gute Gesundheit und Lebensfreude. Und natürlich sehne auch ich mich nach dem Ende der Pandemie. Ich hoffe im Hinblick auf die Kommunalwahlen vom Frühling 2022 auf eine gute Diskussion darüber, was für unser Dorf wichtig ist.

