Wie stark hat die Coronapandemie Greifensee beschäftigt?
Monika Keller: Wir haben bereits im Februar den Krisenstab aktiviert und konnten dadurch schnell reagieren. Eine grosse Herausforderung war das Verhindern von Menschenansammlungen am See. Der Aufwand war für alle Beteiligten sehr gross, aber alle haben ohne Zögern geholfen. Auch in der Bevölkerung war die Solidarität gross. Das hat mich sehr beeindruckt.
Was war das wichtigste Ereignis in Ihrer Gemeinde im 2020?
Die Bevölkerung hat die Erweiterung des Pflegezentrums Im Hof abgelehnt. Das verhindert, die benötigten Pflegeplätzen in der Gemeinde anbieten zu können und wirft die Planung um Jahre zurück. Ich hoffe, dass wir bald eine gute neue Lösung finden.
Was war Ihr persönlicher Höhepunkt?
Im Frühling haben wir eine Sorgen-Hotline ins Leben gerufen, um Leute psychisch unterstützen zu können. Innert weniger Tage konnten wir diese mit professionellen Freiwilligen starten. Die positive Energie und Kreativität, die in dieser schwierigen Zeit immer wieder spürbar ist, finde ich absolut toll.
Welche Herausforderungen kommen auf Greifensee im 2021 zu?
Es sind einige wichtige Geschäfte verzögert worden, die wir hoffentlich 2021 weitertreiben können. Das sind die Revision der Gemeindeordnung sowie die Schulraum- und Verkehrsplanung. Sorgen machen mir die kaum abschätzbaren, längerfristigen Auswirkungen der Pandemie, zum Beispiel auf die Erwerbstätigkeit und das Gewerbe.
Was ist Ihr Wunsch für 2021?
Als Wichtigstes wünsche ich allen gute Gesundheit und dass wir es schaffen, weiterhin kreativ und positiv zu bleiben – und dass wir doch bald wieder Feste feiern können.

