Wie stark hat die Coronapandemie Ihre Gemeinde beschäftigt?
Urs Graf: Viele Arbeiten und Projekte konnten, zwar mit entsprechenden Einschränkungen, nahezu planmässig – was Zeit und Kosten anbelangt – erledigt werden. Alle Behörden und die Verwaltung mussten sich entsprechend organisieren. Mitarbeitende der Risikogruppen mussten zu Hause bleiben. Über einen längeren Zeitraum mussten einzelne Mitarbeitende 50 Prozent und mehr ihrer Arbeitszeit zur Bewältigung der Herausforderungen rund um Corona einsetzen. Die Schule musste sich ebenfalls von einem Tag auf den andern mit der neuen Situation auseinandersetzen, war aber bereits in gewissem Masse « vorbereitet » .
Das gesellschaftliche Leben hingegen wurde phasenweise richtiggehend lahmgelegt. Dies ist es, glaube ich auch, was uns allen nach wie vor am meisten zu schaffen macht.
Was war das wichtigste Ereignis in Mönchaltorf im 2020?
Die Pandemie war das Ereignis schlechthin, um das niemand auf der Welt herum kam. Die Mönchaltorfer Bevölkerung hat sich der extrem herausfordernden Entwicklung positiv gegenübergestellt. Viele helfende und unterstützende Hände und Worte halfen die Situation erträglicher zu machen. Die Solidarität und Hilfsbereitschaft waren riesig. Das sind für mich Ereignis und zugleich Höhepunkt im vergangenen Jahr.
Welche Herausforderungen kommen auf Ihre Gemeinde zu?
Auch für uns ist nicht abschätzbar, was uns die Situation konkret noch bringen wird und wie lange uns das Ganze beschäftigt. Wir arbeiten zielstrebig an unseren Aufgaben weiter. Im Falle stark steigender Arbeitslosenzahlen wird sich dies psychisch auf die betroffenen Mitbürgerinnen und Mitbürger auswirken. Sie werden sich zusätzlich aber, ebenso wie die Gemeinde, vor finanzielle Herausforderungen gestellt sehen.
Was ist Ihr Wunsch für 2021?
Mein grösster Wunsch ist es, das unser Leben nicht mehr allzu lange von einem Virus bestimmt wird und wir alle gesund bleiben. Weiter wünsche ich mir, dass gegenseitige Unterstützung und Solidarität weiterhin aufrechterhalten werden – es ist noch nicht vorbei und notwendig.

