Jürg Burkhardt ist verzweifelt. «Es wird langsam eng», sagt der Mitinhaber und Geschäftsführer des Konzert- und Clublokals X-tra in der Ausgehmeile von Zürich. Dieses ist wegen der Corona-Pandemie seit 3. März geschlossen – und nun wird das Geld knapp.
Denn Burkhardt wartet nach wie vor auf die vom Bundesrat am 20. März versprochene Entschädigung. Der Bund stellte dafür 280 Millionen Franken zur Verfügung, davon 145 Millionen für Ausfallentschädigungen von Kulturunternehmen. Damit werden bis zu 80 Prozent der Einnahmeausfälle gedeckt.
«Die Liquidität reicht nur noch bis September. Wenn die Ausfallentschädigung nicht bis dann kommt, sind wir gezwungen, die Bilanz zu deponieren.»
Jürg Burkhardt, Mitinhaber Club X-tra in Zürich
Das Geld fliesst jedoch nur, wenn der jeweilige Kanton den Beitrag des Bundes um den gleichen Betrag aufstockt. Doch genau da liegt das Problem. Obwohl Jürg Burkhardt das Gesuch beim zuständigen Kanton Zürich bereits am 21. April eingereicht hat, ist noch kein Entscheid gefallen. «Ich habe bis heute keine stichhaltige Antwort erhalten, sagt Burkhardt.
Nun wird es für das X-tra kritisch. «Die Liquidität reicht nur noch bis September. Wenn die Ausfallentschädigung nicht bis dann kommt, sind wir gezwungen, die Bilanz zu deponieren», sagt Burkhardt. Einer der grössten Schweizer Musikclubs stünde vor dem Aus.

