Derzeit geistern Mails, die angeblich von den SBB stammen sollen, herum. Auf den ersten Blick ist alles stimmig. Die Mails sind im bekannten SBB-Rot gehalten, und die Rechnungsadresse verweist an einen tatsächlichen Sitz der Bundesbahn. Selbst die Absenderadresse scheint in Ordnung. Doch die Mails sind nicht von den SBB selbst.
Denn die SBB kämpfen derzeit mit einer sogenannten Phishingwelle, bei der Kriminelle an Nutzerdaten gelangen wollen. Im Gegensatz zu früheren Versuchen werden die Nachrichten immer professioneller. Einer genauen Untersuchung halten sie zwar nicht stand – doch dann ist es vielfach schon zu spät.
Im vorliegenden Fall wird mit dem neuen Angebot SBB Easy Ride auf Datenfang gegangen. Interessanterweise werden die Phishingmails mit einem Verweis auf eine Mailadresse des Technologiepartners von Easy Ride, dem Unternehmen Fairtiq, verschickt.
Diese Mailadresse wurde bis letzte Woche auch tatsächlich für den Versand von solchen Quittungen verwendet, wie ein Sprecher von Fairtiq sagt. Mittlerweile werde eine andere Mailadresse mit der Endung .com verwendet. Dies aber nicht wegen der Phishingwelle, sondern weil Fairtiq international wächst und daher einheitlich auftreten will.
Die Phishingnachrichten sowie die nachgelagerten Phishingwebsites sind mit grossem Aufwand erstellt worden und sehen sehr echt aus.
Fairtiq-Sprecher

