Das H2U mimt diese Tage die Rolle eines gallischen Dorfes. «Rock the Ring» in Hinwil: abgesagt. Das Greifensee Openair: abgesagt.Das «Reeds»-Festival in Pfäffikon: ebenfalls abgesagt. Eine ganze Region sagt die Festivalsaison ab. Eine ganze Region? Nicht ganz. Ein kleines Openair auf dem Ustermer Zeughausareal lehnt sich gegen die live-musikalische Einöde in diesem Sommer auf.
Man könnte meinen, dass nun all die festivalhungrigen Menschen nach Uster pilgern werden. Doch dies ist allein schon auf Grund des begrenzten Eintrittskontingents unwahrscheinlich. Pro Abend werden nicht mehr als 300 Leute auf das Festivalgelände gelassen.
Am Samstagabend zeigen sich die Auswirkungen davon bereits beim Einlass. In der Schlange vor dem Eingang stehen bloss eine handvoll Leute. Die Mitarbeiterinnen am H2U nehmen sich Zeit, um die neuartigen Sicherheitsmassnahmen mit QR-Code und Contact-Tracing zu erklären. Bei der Ticketverkaufsstation nutzt eine Mitarbeiterin die stressfreie Atmosphäre, um mit einer Bekannten einen Schwatz zu halten. Und auch bei der Eingangskontrolle trifft man tiefenentspannte Sicherheitskräfte an.
Das Bargeld ist tot, es lebe das Bargeld

