Jede Zeit hat ihre Automaten. Bis zur Einführung der Digitalkamera konnte man sich in grossen Kisten fotografieren lassen. Bis zur Einführung einer Corona-Impfung soll man aus grossen Kisten Schutzmasken beziehen können.
So geht die Idee von drei Jungunternehmern. Am Donnerstag eröffnen sie den ersten Maskenautomaten an der Uraniastrasse 20 in Zürich. Eine weitere Maschine stellen sie in Winterthur auf. «So kriegt man jederzeit eine Maske – auch dann, wenn man spontan eine braucht», sagt Styn Haueter. Der 29-Jährige aus Uetikon am See hat früher Partys veranstaltet, derzeit leitet er einen Zürcher Nachtclub, der aber wegen Corona bis auf weiteres geschlossen bleibt.
Haueter, sein Bruder Pascal Wyden und der befreundete Werber Marco Stettler hatten Anfang März jene Geschäftsidee, die sich beim Ausbruch der Pandemie fast aufdrängte: Masken in die Schweiz holen und online verkaufen. Um gegen die Konkurrenz zu bestehen, brauche man vor allem gute Kontakte nach China, sagt Haueter. Fast die ganze weltweiteProduktion findet dort statt. Ohne gegenseitiges Vertrauen funktioniere wenig. «Wenn man Pech hat, bekommt man einen Container voll Sand zugeschickt», sagt Haueter.
Absage aus Hinwil
Über das Internet fanden die drei zuverlässige Produzenten. Dazu eine Firma, die Verkaufsautomaten herstellt. «Gemeinsam haben wir einen Prototypen für den Maskenverkauf entwickelt.» Auf die schwierigste Aufgabe trafen sie nicht in China, sondern zu Hause. «Hätten wir mehr Standorte, könnten wir schnell viele Automaten aufstellen», sagt Haueter. Aber die Suche danach hat sich als aufwendig erwiesen.

