«Die Juden, die Schwarzen und die Bürokratie, jegliche Art von Dreck und Dekadenz geht von den grössten Städten aus [...]. Wie würde ein totaler Zusammenbruch – ein Generalstreik, ein Bürgerkrieg, eine totale Revolution – diese menschgemachten Dummköpfe treffen? Sie würden sehr schnell den Tod sterben, den sie reichlich verdient haben.»
Ein Vorleser in einem Chat der Eisenjugend
In einem ruhigen Quartier in Winterthur sitzt Eszil vor seinem Computer und träumt davon, die Schweiz in einen Staat für Weisse zu verwandeln. Nachdem der apokalyptische Rassenkrieg gewonnen ist, würden er und seine Auserwählten Teil einer neuen Elite sein, nordischen Göttern nicht unähnlich.
Eszil, diesen Decknamen gab er sich selber, ist 19 Jahre alt. Vor einigen Jahren noch wirkte er wie ein Junge, der zu wenig Sonnenlicht abbekommt. Nun sieht er wie eine Kampfmaschine aus.
«Er trainiert Tag und Nacht», sagt jemand, der ihn kennt. «Er drückt sich täglich fünf Mahlzeiten rein. Ich rede von richtigen Mahlzeiten, nicht von diesem Grünzeug.» Ein Jugendfreund erzählt: «Eszil hat zahlreiche Waffen zu Hause.»

