Der 1871 errichtete Südtrakt des Zürcher Hauptbahnhofs und die markante Halle aus Sandstein sind mit ihren überhohen Räumen und Wandelgängen ein architektonisches Schmuckstück, wie die SBB gestern an einer Baustellenbegehung erklärten. Sie bilden den Dreh- und Angelpunkt zwischen Haupt bahnhof und Bahnhofstrasse.
Um die Bausubstanz unter der Berücksichtigung heutiger Nor men zu erhalten, ist eine Generalsanierung nötig. Im April 2018 starteten die SBB mit den Bauarbeiten. Eine erste Etappe umfasste Arbeiten am Ostportal und unter der Haupthalle, der Wan nerhalle. Zudem wurde ein Teil der Hallenfassade renoviert.
Im April dieses Jahres wurde mit den aktuellen Arbeiten am Südportal begonnen, das der Bahnhofstrasse zugewandt ist. Damit das historische Gebäude wieder in altem Glanz erstrahlt, erneuern die SBB die Gebäudehülle sowie alle technischen Anlagen. Die Innenräume werden nach Vorgaben der kantonalen Denkmalpflege saniert. Die historische Bausubstanz wird dabei aufgefrischt und wo nötig wiederhergestellt.
Neues Obergeschoss
Praktisch der ganze HB-Südtrakt wird derzeit von einem Notdach überdeckt, mit 4000 Quadratmeter das aktuell grösste der Schweiz. Gleichzeitig wird das Gebäude «entrümpelt» von verschiedenen Um- und Anbauten sowie von Zwischenwänden, die mit den Jahren errichtet wurden. «Wir wollen die Durchgängigkeit des Südtraktes wiederherstellen und die Sichtbarkeit der Wannerhalle stärker erlebbar machen», erklärte Gesamtprojektleiter Martin Riesel vor den Medien.

