Vertreter der Klimajugend protestierten vor der Kantonsratssitzung einmal mehr gegen Politiker, die ihre Anliegen vermeint- lich ignorieren. Dabei gibt es im Kantonsrat seit Frühling 2019 eine neue Mehrheit: die Klima- Allianz der Mitte-links-Parteien. Sie winkte am Montag einen grünen Vorstoss nach dem anderen durch.
Zum Beispiel jenen für die Förderung grosser Solaranlagen. Eingereicht hatte ihn 2018 unter anderem Martin Neukom. Damals war er Kantonsrat, seit 2019 ist er Regierungsrat der Grünen. Im Parlament hatte er nun die ablehnende Haltung des Regierungsrats zu vertreten, die noch 2018 beschlossen worden war.
Neukom klar für Solarstrom
Pflichtgemäss rapportierte der Baudirektor, die Förderung von Solaranlagen sei auf Bundesebene angesiedelt; die Subventionspolitik solle dort stattfinden. Doch aus seiner Überzeugung machte Neukom kein Geheimnis:
«Die Fotovoltaik hat von den neu en Energieformen das grösste Potenzial», sagte er. Es brauche Strom, um Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge zu betreiben sowie die Atomkraftwerke zu er- setzen. Das bisherige Vorgehen beim Ausbau der Solarenergie reiche aber nicht aus: «Mit dem aktuellen Tempo würde es 130 Jahre dauern», so Neukom.

