Wolfgang von Werthenstein ist ein Dicksack. Seine kurzen Beine strampeln verzweifelt, aber es gelingt ihm nicht, sich auf den Schoss zu hieven. Dazu ist er zu sehr Dicksack. Zumindest sagt das seine Züchterin Johanna Widter, während sie ihm verzückt zuschaut, wie er strampelt und strampelt.
Es ist ein schwieriges Unterfangen, über eine Mopszucht zu schreiben. Man sitzt im grossen Garten eines uralten Bauernhauses in Bäretswil gegenüber der Mopszüchterin Widter, und versucht, seriöse Notizen zu machen. Aber im Garten halten sich vier Mopswelpen auf, zwei dunkle - zu denen gehört der Dicksack - und zwei helle.
«Kleine Hunde sind viel schwieriger zu züchten als grosse.»
Johana Widter, Mopszüchterin
Allen gemein ist, dass ihnen rein nichts daran gelegen ist, Medienstars zu werden. Wolfgang, endlich unter gütiger Beihilfe auf den Schoss geklettert, patscht ausgelassen auf die Notizen. Ein anderes der kugeligen Mini-Hündchen findet Gefallen am Stift und schnappt mit Mini-Zähnchen danach, als wäre es eine Selbstverständlichkeit, dass das kein Arbeitsinstrument, sondern sein Spielzeug ist.
Die zwei übrigen Mopsgeschwister sind damit beschäftig, zu raufen. Wer davon die Augen lassen kann, hat vermutlich kein Herz. Oder eben zwei andere Hundebabies auf dem Schoss.

