Mühelos, so scheint es, bringt Leandro Fornito Kraft, Geschicklichkeit, Ästhetik, Rhythmusgefühl und Körperkontrolle in verblüffenden Bewegungsabfolgen zusammen. Es lässt sich kaum sagen, ob das, was der 30-Jährige macht, Fitness, Tanz oder Akrobatik ist. Breakletics wird die Bewegungsform genannt, bei der Fitnessübungen mit Breakdance-Elementen angereichert und mit Beats unterlegt werden.
«Ich wollte mit meinem Körper immer schon Dinge können, die anders sind, die speziell sind, die schwierig zu erlernen sind», sagt der Dübendorfer. Als Jugendlicher findet er diese Herausforderung im Fussball. «Ich war technisch sehr gut, aber ich fürchtete mich vor Spielen mit viel Publikum. Ich wünschte mir, kein Mensch würde zuschauen, damit niemand meine Fehler sieht.»
Als er 20 Jahre alt ist, werden die Versagensängste zu gross, Leandro Fornito wendet sich dem Breakdance zu. Über Jahre übt er die einzelnen Elemente akribisch ein und erfindet eigene, koordinativ immer anspruchsvollere Bewegungskombinationen.
Fitnesscoach statt Tierpfleger
Eigentlich arbeitet er Vollzeit als Tierpfleger, vor etwas mehr als drei Jahren fängter aber an, in einem Zürcher Fitnessstudio seine erste Eigenkomposition, er nennt sie Breakfit, zu unterrichten. Ein Trainerdiplom hat Fornito damals noch nicht, es sind seine Ideen und seine Art, die überzeugen.

