Gefällte Linde in Uster soll im Frühjahr 2026 ersetzt werden
Bäume sind eines der wichtigsten Geschenke der Natur. In letzter Zeit sind einige in Uster gefällt worden. Doch bald gibt es Nachwuchs.
In Uster sind in den vergangenen Monaten mehrere Bäume im öffentlichen Raum gefällt worden, darunter solche am See, am Burghügel sowie die Linde an der Bachgasse/Steigstrasse in Oberuster. Die Frage, wie die Stadt mit den entstandenen Lücken umgeht, griff Peter Mathis-Jäggi (SP) in einer parlamentarischen Anfrage auf. Der Stadtrat hat die Anfrage nun beantwortet.
Diese umfasste drei zentrale Punkte: Werden die Lücken durch neue Bäume ersetzt? Welche Baumarten kommen zum Einsatz? Und wann wird die Linde im Bereich Bachgasse/Steigstrasse ersetzt?
Neue Bäume, sofern sinnvoll
Bäume und Waldflächen in Uster hätten einen hohen Stellenwert, stellt der Stadtrat klar. Das Ziel sei daher, den Baumbestand langfristig zu sichern und wo möglich zu erweitern. Zu den wichtigsten Massnahmen gehört das Pflanzen von neuen Bäumen nach Fällungen. Dabei prüfe die Stadt, ob sich der ursprüngliche Standort weiterhin eigne. Faktoren wie unterirdische Leitungen, die verfügbare Fläche und die Sicherheit spielen dabei eine Rolle. Die ökologischen Aspekte, die Wirkung auf das Landschaftsbild und die städtebauliche Eingliederung werden ebenfalls berücksichtigt. So sollen Ersatzbäume dort stehen, wo sie ökologisch sinnvoll sind und das Ortsbild ergänzen.
Auch auf Waldflächen werden Bäume gezielt nachgepflanzt, wobei für eine gute Durchmischung der Altersklassen gesorgt wird. Für Bereiche, die als kantonales Naturschutzgebiet ausgewiesen sind, wie etwa das Seeufer, erfolgt jede Pflanzung in Abstimmung mit dem Amt für Landschaft und Natur (ALN) des Kantons Zürich.
Auswahl der Baumarten
Ist entschieden, dass ein neuer Baum gepflanzt wird, stellt sich noch eine Frage: Welche Gattung darf es dann sein? Bei der Wahl der Baumsorte orientiert sich die Stadt an einer Richtlinie. Vorrang haben einheimische und standortgerechte Arten, die an Klima und Boden angepasst sind und die Biodiversität fördern. Klimaresistente Arten überstehen dafür Trockenheit und Hitzeperioden besser. Zudem wird eine Vielfalt an Arten angestrebt, um die Resilienz gegenüber Krankheiten und Schädlingen zu erhöhen.
Beim Grillplatz in Niederuster wurden im letzten Jahr bereits Bergahorne, Vogelbeeren und Vogelkirschen gesetzt. Für die Bepflanzung im Uferbereich steht die Stadt Uster mit dem ALN im Austausch. Und für die Aufforstung auf dem Burghügel sind 40 Eiben und 40 Bergahorne vorgesehen – dies erfolgt im Einklang mit den Grundsätzen der Waldbewirtschaftung des Kantons.
Die Ersatzpflanzung der Linde im Bereich Bachgasse/Steigstrasse sei in der Pendenzenliste aufgenommen, teilt der Stadtrat mit. Die Umsetzung sei bereits vorgesehen und solle bis spätestens im Frühjahr 2026 erfolgen.