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Forscher entlarven unsaubere Teilzeitstromer

Eine Auswertung zur Nutzung von Plug-in-Hybridautos zeigt: Diese verbrauchen im Schnitt doppelt so viel Sprit, wie die Autobauer angeben. Sie fahren zu selten elektrisch und können ihr Öko-Versprechen dadurch nicht halten.

Für Hersteller und Autokäufer klingt es nach dem perfekten Deal: «Das Beste aus zwei Welten» heisst es da oft, wenn die Konzerne ihre neusten Wagen anpreisen, die neben einem konventionellen Verbrennungsmotor auch noch einen Elektroantrieb an Bord haben.

Die Verbrauchsangaben scheinen denn auch mit einem Öko-Gewissen vereinbar zu sein – etwa 2,5 Liter Benzin für einen Porsche Cayenne als Teilzeitstromer mit 462 PS oder sogar nur 1,3 Liter Diesel für den MercedesSUV GLE 350de mit mehr als zweieinhalb Tonnen Gewicht.

Unrealistische Angaben

Schon lange warnen Umweltverbände davor, dass die schönen emissionsarmen Versprechen nur ein Feigenblatt sind. Jetzt legen die gemeinnützige Forschungsorganisation International Council on Clean Transportation mit Sitz im US-Bundesstaat Delaware und das deutsche Fraunhofer-Institut für System und Innovationsforschung in einer umfangreichen Studie Daten vor, die Befürchtungen der Umweltschützer bestätigen und die Geschichte vom sauberen Teilzeitstromer widerlegen.

Tatsächlich verbrauchen die Hybride im Schnitt doppelt so viel Sprit, wie es die Hersteller anhand der Fahrten in offiziellen Prüfzyklen angeben.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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