Wirtschaft

Bike World in Hinwil schliesst in wenigen Tagen

Köpfe, Karrieren, Kompetenzen: Alles zum Wirtschaftsgeschehen in der Region in unserem Ticker.

Kompakt und kurz: News aus der Oberländer Wirtschaft.

Bildkombo: Maja Stamm

Bike World in Hinwil schliesst in wenigen Tagen

Meldungen aus der Regionalwirtschaft

Personalien, Zahlen, Strategien – alles zum Wirtschaftsgeschehen in der Region.

30. Oktober: Bike World in Hinwil schliesst am 9. November

Die Migros trennt sich von ihren Fahrrad-Fachmärkten. Im September wurde bekannt, dass die Schweizer Firma Thömus 12 der 14 Standorte von Bike World übernimmt. Diese Filialen werden bis spätestens am 1. März 2025 von der neuen Eigentümerin übernommen und als «Thömus Bike World» weitergeführt.

Nicht übernommen werden die Standorte in Hinwil und in Winterthur, die zur Migros Ostschweiz gehören. Nun ist bekannt, wann diese beiden Filialen geschlossen werden: Die Filiale in Hinwil ist noch bis zum 9. November 2024, jene in Winterthur bis zum 1. Februar 2025 geöffnet.

Damit beträgt die Lebensdauer von Bike World in Hinwil nicht einmal drei Jahre. Die Filiale war erst im März 2022 eröffnet worden. (pd/sco)

Blick in den Fahrrad-Fachmarkt Bike World in Hinwil.
Ist am 9. November Geschichte: Blick in die Bike-World-Filiale in Hinwil. (Archiv)

28. Oktober: Belimo schliesst sich wissenschaftlich basierter Klimaschutzinitiative an

Der Hinwiler Industriekonzern Belimo tritt der «Science Based Targets Initiative (SBTI)» bei. Die SBTI unterstützt Unternehmen, die Reduktion von Emissionen nach dem Übereinkommen von Paris auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse festzulegen. Die Initiative wird unter anderem vom WWF getragen.

Als Teil des Engagements wird Belimo kurz- und langfristige unternehmensweite Ziele zur Reduktion von direkten und indirekten Emissionen festsetzen, die sich an der SBTI orientieren.

Die Klimastrategie des Herstellers für Steuergeräte in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HLK) umfasst drei Elemente: Erstens eine Fokussierung auf innovative HLK-Lösungen, die zu einer höheren Energieeffizienz und deutlich geringeren Treibhausgasemissionen im Einsatz bei den Kunden von Belimo führen.

Zweitens einen Klimaschutzplan, der sich auf die für die Treibhausgasreduktion relevantesten Emissionskategorien (Scope 1-3) konzentriert. Und drittens die bereits gegründete «Belimo Climate Foundation», die gemeinnützige Institutionen und Nichtregierungsorganisationen bei der Reduktion von CO2-Emissionen in ihren Gebäuden unterstützt.

«Da Gebäude für 40 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich sind, haben die kleinen Geräte von Belimo einen grossen Einfluss auf die globalen Klimaziele», betont CEO Lars van der Haegen. (sco/pd)

Blick in den Showroom von Belimo in Hinwil. Man sieht Rohre, an denen orangefarbene Mess- und Steuergeräte angebracht sind.
Kleine Geräte mit grossem Einfluss: Belimo stellt Steuergeräte in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HLK) her. (Archiv)

23. Oktober: Lidl-Filiale in Wetzikon neu gestaltet

Die Wetziker Filiale von Lidl gehört zu den ältesten in der Schweiz. Vor gut 15 Jahren eröffnete der Discounter seine ersten 13 Läden hierzulande, darunter auch die Filiale vis-à-vis der Eishalle.

Nun hat Lidl die Geschäftsstelle an der Grubenstrasse auf ihr neues Filialkonzept umgebaut. Die prominenteste Änderung ist die Neugestaltung der Früchte- und Gemüseabteilung. Diese wurde erweitert und in Holz-Optik gestaltet. Diese neue Optik zieht sich durch die ganze Filiale in Wetzikon.

Lidl Schweiz hat zudem den Kassenbereich in Wetzikon modernisiert und bietet den Kundinnen und Kunden ab sofort mehr Platz und Komfort beim Scannen ihrer Einkäufe. Neu stehen sechs Self-Checkout-Kassen zur Verfügung. Das entlastet zudem die Standardkassen und verkürzt so die Wartezeit an der Kasse. (pd/sco)

10. Oktober: Sportbahnen Atzmännig stellen Gastronomie neu auf

Die Sportbahnen Atzmännig AG stellen den Bereich der Gastronomie/Hotellerie personell neu auf. Die Kompetenzen und Verantwortlichkeiten werden auf drei Führungskräfte verteilt, die im Laufe des Herbsts zum Unternehmen stossen.

Neben dem Tagesgeschäft sollen damit auch das Coaching und die Ausbildung der Mitarbeitenden «on the job» gefördert werden.

Neuer Leiter Gastronomie/Hotellerie wird Martin Metzger. Der Gastrounternehmer ist ein Profi in der Systemgastronomie und war lange Jahre für Mövenpick tätig. Zuletzt führte er als Leiter Gastronomie der Sportbahnen Elm unter anderem das Bergrestaurant Ämpächli, mit 1200 Plätzen eines der grössten Selbstbedienungsrestaurants in den Schweizer Alpen, und war verantwortlich für bis zu 80 Mitarbeitende.

Liliana Hartwich übernimmt die Leitung der Brustenegg-Hütte und Speciallocation (Kultur-Zelt) auf dem Atzmännig. Die gebürtige Berlinerin, die seit zehn Jahren im Zürcher Oberland wohnhaft ist, verfügt über grosse Erfahrung in der Event- und Catering-Gastronomie. Zuletzt führte sie als Inhaberin und Geschäftsführerin das Restaurant Justus beim Römerhof in Zürich.

Steffen Volk schliesslich leitet neu als Produktmanager Gastro/Hotel den Verkauf von Seminaren, Events und Meetings. 2001 bis 2014 war er Direktor des Waldhotels Nationa in Arosa, 2014 erhielt er vom Restaurant & Hotel Guide die Auszeichnung Hotelier des Jahres. Danach war er in Führungspositionen des Klosters Fischingen und als Gastgeber im Seminarhotel «See & Parkhotel Feldbach» in Steckborn tätig.

Atzmännig-Geschäftsführer Roger Meier freut sich über seine Transfers: «Wir wollen für motivierte Mitarbeitende eine erstklassige Ausbildungs- und Entwicklungsstätte im Bereich Gastronomie/Hotellerie werden. Auf dem Weg zu diesem Ziel ist uns damit ein wichtiger Schritt gelungen.» (sco/pd)

Bildkombo von zwei Männern und einer Frau.
Steffen Volk (oben), Martin Metzger (links) und Liliana Hartwich bilden die neue Führungscrew in der Gastronomie Atzmännig.

1. Oktober: Belimo feiert Baustart des neuen Logistik- und Produktionszentrums

Rund 80 Millionen Franken lässt sich die Belimo-Gruppe ein neues Logistik- und Produktionszentrum in Hinwil kosten. Mit verschiedenen Gästen – darunter der Hinwiler FDP-Kantonsrat Stephan Weber und die Hinwiler Gemeinderätin Christina Haffter – ist am Dienstagmorgen der Spatenstich erfolgt.

Vier Männer und eine Frau mit orangen Bauhelmen und orangen Schaufeln.
Spatenstich für das 80-Millionen-Projekt (von links): Markus Schürch (CFO Belimo), Patrick Burkhalter (VR-Präsident Belimo), Christina Haffter (Bauvorsteherin Gemeinde Hinwil), Lars van der Haegen (CEO Belimo) und Kantonsrat Stephan Weber.

Dabei wurde eine Zeitkapsel im Fundament des Neubaus versenkt. Inhalt: Verschiedene Produkte des Herstellers von Antrieben, Ventilen und Sensoren für die Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, der aktuelle Geschäftsbericht, die Unternehmenschronik und die aktuelle Ausgabe des «Zürcher Oberländers».

Eine Metalltruhe mit verschiedenen Produkten der Hinwiler Firma Belimo und einer Ausgabe des Zürcher Oberländers.
In der Zeitkapsel, die im Fundament vergraben wurde, hat auch die Ausgabe des ZO vom 1. Oktober 2024 Platz gefunden.

«Dieses Projekt ist auch eine Investition ins Zürcher Oberland und ein Bekenntnis zum Standort Schweiz», sagte CEO Lars van der Haegen, «und es ist ein Meilenstein für unser Unternehmen.» Dabei lobte der Firmenchef die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hinwil, die den sehr ambitionierten Zeitplan erst ermöglich hat.

2021 hatte Belimo das rund 8500 Quadratmeter grosse Grundstück an der Wässeristrasse gekauft. Vor zwei Jahren wurde die Gemeinde über das Projekt informiert. Im Sommer 2024 war das Baugesuch bewilligt, am 1. Oktober 2024 fand der Spatenstich statt und im Sommer 2026 soll das neue Logistik- und Produktionszentrum bereits seinen Betrieb aufnehmen.

Auf dem Grundstück gegenüber dem bestehenden Hauptsitz entsteht ein hochmodernes Produktions- und Logistikgebäude. Eine Passerelle über die Wässeristrasse wird den Neubau mit dem bestehenden Gebäudekomplex verbinden. Die aktuelle Produktionsfläche von 12’600 Quadratmeter wird damit um weitere 6200 Quadratmeter ergänzt, und ein vollautomatisiertes Lagersystem stellt die Effizienz des Materialflusses sicher.

Geheizt wird mit Fernwärme der Kezo, im Sommer wird das Gebäude mit Energie der hauseigenen Photovoltaikanlage gekühlt. (sco)

30. September: Dormakaba verstärkt seine Präsenz in Indien

Dormakaba hat ein weiteres Customer Experience Center (Kundenerlebnis-Zentrums) in der indischen Hauptstadt Delhi eröffnet. Damit stärkt der Schliesstechnikkonzern mit Sitz in Rümlang und Wetzikon seine Präsenz im wichtigen Absatzmarkt Indien.

Es ist das dritte solche Zentrum im bevölkerungsreichsten Land der Welt, nach Mumbai (2023) und Bangalore (2021). Hier können sich Kunden und Partner in verschiedenen Regionen Indiens persönlich über Produkte und Lösungen von Dormakaba informieren und vor Ort Schulungen besuchen.

Das neu eröffnete Customer Experience Center in Delhi umfasst eine Fläche von 100 Quadratmetern. Eingeweiht wurde es von CEO Till Reuter: «Diese Expansion ist ein weiterer Schritt in unserer globalen Wachstumsstrategie, bei der die erfolgreiche Entwicklung in Indien auch eine wichtige Rolle spielt.»

Indien gehört neben Nordamerika, Deutschland, der Schweiz, Australien/Neuseeland, Grossbritannien/Irland sowie China zu den sieben Schlüsselmärkten von Dormakaba. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wuchs das Indien-Geschäft von Dormakaba im zweistelligen Bereich. (pd/sco)

30. September: Sandra Pitt rückt in die Belimo-Konzernleitung auf

Der Verwaltungsrat der Belimo Holding AG hat Sandra Pitt (53) mit Wirkung ab 1. Januar 2025 zum Mitglied der Geschäftsleitung ernannt. Die deutsch-schweizerische Doppelbürgerin ist seit Januar 2022 als Head of Global Human Resources (HR) bereits Teil der erweiterten Geschäftsleitung.

Sie habe in den letzten zweieinhalb Jahren wesentlich zum Erfolg von Belimo beigetragen und ihren beeindruckenden Leistungsausweis in HR-Führungspositionen weiter ausgebaut, schreibt das Hinwiler Industrieunternehmen in einer Mitteilung.

Mit ihrer Berufung in die Konzernleitung ändert sich auch der Titel von Sandra Pitt zum Chief Human Resources Officer (CHRO). Diese Funktion hatte sie von 2015 bis 2021 bereits bei der Burckhardt Compression Gruppe in Winterthur ausgeübt. (pd/sco)

23. September: Metzgereien Buffoni in Illnau und Jucker in Kollbrunn ausgezeichnet

Jedes Jahr zeichnet der Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) im Rahmen eines Qualitätswettbewerbs die besten Metzgereien der Schweiz aus. 2024 haben 14 Metzgereien das Siegel «Höchster Qualitätsstandard» erhalten. Darunter befinden sich auch zwei Betriebe aus der Region: die Metzgerei Buffoni AG in Illnau und die Gebr. Jucker Metzgerei AG in Kollbrunn.

Im Gegensatz zu früheren Jahren wurden die Kategoriensieger auf dieses Jahr hin abgeschafft. Stattdessen hat der Branchen- und Berufsverband der Schweizer Fleischwirtschaft die Auszeichnung «Höchster Qualitätsstandard» ins Leben gerufen.

«Diese Anerkennung wird nur denjenigen Produkten verliehen, die die höchsten Anforderungen in Bezug auf Aussehen, Konsistenz, Geruch, Geschmack und Verarbeitung erfüllen», schreibt der Verband. Die Siegerehrung fand am Sonntag im Rahmen der Herbstmesse Solothurn (Heso) statt. (pd/sco)

Gruppenbild mit Metzgern, die vom Schweizer Fleisch-Fachverband für ihre hohe Qualität ausgezeichnet wurden.
14 Metzgerei-Betriebe in der ganzen Schweiz wurden mit der Auszeichnung «Höchster Qualitätsstandard» geehrt. In der Mitte Manuela Buffoni von der gleichnamigen Metzgerei in Illnau.

23. September: Ein Sachbuch für Hauswarte – und Mieter

Erwin K. Blum ist Hauswart mit Leib und Seele. Seit 24 Jahren kümmert sich der Wetziker um Liegenschaften: Er pflegt Immobilien und deren Umgebung, organisiert Wohnungsbesichtigungen, repariert Schäden und schlichtet Streit zwischen den Mieterinnen und Mietern.

Sein Wissen und seine Erfahrungen in diesem Vierteljahrhundert hat Erwin K. Blum auf 166 Seiten zwischen zwei Buchdeckel gepresst: ein Handbuch für Hauswarte und solche, die es werden wollen. «Und auch für Mieterinnen und Mieter» betont der gelernte Zimmermann.

Denn insbesondere die farbigen Textboxen mit Tipps und Tricks haben eine Allgemeingültigkeit, die über den Job des Hauswarts – oder Neuhochdeutsch: Facility Manager – hinausgehen.

Die Kapitel über Gebäudetechnik und Energie, über Schadenfälle, über Unterhaltsarbeiten und Reinigung sind stets mit persönlichen Anekdoten aus 24 Berufsjahren gewürzt. «Die Geschichten sind so anonymisiert, dass sie keine Rückschlüsse auf die beschriebenen Menschen zulassen. Aber sie entsprechen alle den Tatsachen», sagt Blum.

Sei es, dass ein Mieter die Waschmaschine manipuliert hatte, um kostenlos Wäsche zu waschen. Sei es, dass im Nachgang zu einer Fussballpartie Streit zwischen Mietern verschiedener Nationalitäten ausgebrochen und zu schlichten war. Oder sei es, dass spielende Kinder im Lift steckengeblieben waren.

Man geht nicht zu weit, wenn man das im Eigenverlag erschienene Buch ein Stück weit als modernes Sittenbild bezeichnet.

Erwin K. Blum hat das unterhaltsam und leichtfüssig geschriebene, anschauliche Buch in einer Auflage von 2000 Exemplaren herausgebracht. Gedruckt wurde es beim DT Druck Team in Wetzikon. Es kann für 36 Franken unter ekbverlag.ch bestellt werden. (sco)

Erwin K. Blum, Berufsalltag eines erfolgreichen Hauswarts, EKB-Verlag, ISBN-Nummer 978-3-033-10190-6.

Porträtbild eines Mannes mit Glatze.
Der Wetziker Erwin K. Blum hat ein Buch über sein Wissen und seine Erfahrungen als Hauswart geschrieben.

18. September: Künstliche Intelligenz oder die Frage des Vertrauens

Marisa Tschopp gehört zu den renommiertesten Expertinnen auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI). Die gebürtige Bayerin ist beim Cybersecurity-Unternehmen Scip AG in Zürich tätig und beschäftigt sich mit psychologischen und ethischen Fragen zum Thema KI.

Am Dienstagabend war Marisa Tschopp Referentin am Top Event des Wirtschaftsforums Uster und warf einen Blick in das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine. Wir Menschen haben die Tendenz, Maschinen als menschliche Wesen wahrzunehmen, so Tschopp: «Wir tätscheln unser Auto, wir kümmern uns um unser Tamagotchi. Wir können gar nicht anders, als Maschinen zu vermenschlichen.» Das gilt nicht nur für Fahr- und Spielzeuge, sondern zunehmend auch für Künstliche Intelligenz.

Das Potenzial der KI steht dabei ausser Frage: Beispielsweise in der Automatisierung von Prozessen, der Optimierung von Produktionsketten und der personalisierten Kundenbetreuung. Aber, rief Marisa Tschopp in Erinnerung; «Keine Maschine funktioniert in jeder Situation zu 100 Prozent!» Die KI-Forscherin untermalte diese Kernaussage mit den bekannten Geschichten von autopilot-gesteuerten Teslas, die in schwere Unfälle verwickelt waren.

KI ist eine Chance, aber es bedingt das richtige Mass an Vertrauen (oder eben Misstrauen), um diese Technologie sicher, effizient und wirtschaftlich zu nutzen, so Marisa Tschopp. Und das war die tröstliche Botschaft einer inspirierenden Dreiviertelstunde: Wir Menschen werden noch gebraucht. (sco)

Eine Frau referiert auf einer Bühne. Dahinter sieht man einen Schriftzug «Hello world!».
«Keine Maschine funktioniert in jeder Situation zu 100 Prozent»: Marisa Tschopp forscht zum Thema Künstliche Intelligenz.

16. September: Gipser Michael Ryter aus Grüt holt Gold an den World Skills

Der Gipser-Trockenbauer Michael Ryter aus Grüt hat an den Berufsweltmeisterschaften World Skills Gold geholt. In den vergangenen Tagen trat er in der französischen Stadt Lyon gegen Berufskolleginnen und -kollegen aus der ganzen Welt an.

2022 hatte Ryter, der bei der Franz Reinhardt AG in Grüt arbeitet, schon den Schweizer-Meister-Titel gewonnen. Nun doppelte der 21-Jährige an den World Skills in Lyon nach. «Ich bin glücklich, dass sich die intensive Vorbereitung der letzten Monate ausgezahlt hat», freut er sich.

Auch der zweite Oberländer Teilnehmer, Polymechaniker Thomas Mohr aus Wetzikon, darf mit seiner Leistung zufrieden sein. Er erreichte in seiner Kategorie (CNC Milling) den 6. Platz und ein Medallion for Excellence.

Zwei Männer stehen mit verschränkten Armen da.
Erfolgreiche Oberländer Berufsleute: Für Thomas Mohr (links) aus Wetzikon gab es ein Diplom, Michael Ryter (rechts) aus Grüt gewann an den World Skills Gold.

Insgesamt brillierten die Schweizer Berufstalente an den Berufsweltmeisterschaften und machten erneut beste Werbung für das heimische Berufsbildungssystem. Das 45-köpfige Schweizer Team war in 41 Skills (Wettkämpfen) angetreten und gewann dabei 15 Medaillen – sieben goldene, sieben silberne sowie eine bronzene. Damit belegt die Schweiz an den Berufsweltmeisterschaften den dritten Platz hinter China und Korea und ist beste Nation in Europa. (pd/sco)

10. September: Migros verkauft 12 Bike-World-Filialen – Hinwil wird geschlossen

Die Migros hat einen Käufer für ihren kriselnden Velohändler Bike World gefunden. Der Berner E-Bike-Pionier Thomas «Thömu» Binggeli übernimmt zwölf der aktuell 16 Filialen mit seiner Thömus AG, darunter auch jene in Volketswil.

Die Filialen in Gland VD und Vernier GE werden per 30. September 2024 geschlossen. Der Entscheid für diese Standorte erfolgte noch vor dem Beschluss der Migros, Bike World zu veräussern. Nicht übernommen werden die Filialen in Hinwil und Winterthur.

Klar ist aber, dass Thömus alle bisherigen Mitarbeitenden in den Bike-World-Filialen übernimmt – auch jene in Winterthur und Hinwil. Man werde diesen ein «gleichwertiges Anstellungsangebot» unterbreiten, verspricht Binggelis Unternehmen.

Die zwölf verbleibenden Standorte werden neu gestaltet und am 1. März 2025 unter dem Namen «Thömus Bike World» wiedereröffnet. Über die Höhe des Verkaufspreises haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. (sco)

6. September: Anleger schöpfen Aktienrückkauf-Angebot von Meier Tobler nicht voll aus

Maximal 222’222 Aktien wollte Meier Tobler zum Festpreis von 27 Franken zurückkaufen. Am Freitag endete die zweite Tranche des Rückkaufangebots des Gebäudetechnik-Spezialisten aus Schwerzenbach. Von den Anlegern angedient wurden 90’700 Aktien. Deshalb können sämtliche Angebote der Aktionäre berücksichtigt werden, wie Meier Tobler mitteilt. 

Der gebotene Preis von 27 Franken lag dabei über dem Schlusskurs am Freitag von 24,55 Franken. Bereits im Frühjahr hatte das Unternehmen ein Rückkaufangebot zum Festpreis durchgeführt. Bei diesem wurden seitens der Aktionäre 182’497 Namenaktien zu einem Festpreis von 35,50 Franken angedient. (sco/pd)

4. September: Dormakaba heimst mehrere Awards für Nachhaltigkeit ein

Einen Tag nach der Veröffentlichung des Jahresergebnisses 2023/2024 präsentiert Dormakaba seinen Nachhaltigkeitsbericht derselben Periode. Das Schliesstechnik-Unternehmen mit Sitz in Rümlang und Wetzikon verweist dabei auf verschiedene renommierte Auszeichnungen im Bereich Nachhaltigkeit. Darunter befinden sich unter anderen eine Goldmedaille von Ecovadis, die Aufnahme in die Liste der «World's Most Sustainable Companies 2024» des Time-Magazins und die Einstufung als einer der «Europe's Climate Leaders» der Financial Times.

«Unsere Initiativen im Bereich Nachhaltigkeit betrachten wir als Investitionen, um aktuelle Kundenbedürfnisse zu erfüllen und zukünftige Marktchancen zu nutzen», sagt CEO Till Reuter. Ins Auge stechen verschiedene Verbesserungen bezogen auf Umwelt, soziale Aspekte sowie Unternehmensführung (ESG – Environmental, Social, Governance).

So nahm die Anzahl der meldepflichtigen Verletzungen bei Arbeitsunfällen um 21 Prozent ab. Die direkten und indirekten CO₂-Emissionen gingen um 17 Prozent oder 12’500 Tonnen zurück. Und dank umfangreicher Investitionen in Solarmodule in Produktionsstätten in Asien konnte die Erzeugung von Sonnenenergie mehr als verfünffacht werden. (sco/pd)

29. August: Verein Faire Märkte Schweiz zeichnet Uster aus

Der Verein Faire Märkte Schweiz (FMS) setzt sich dafür ein, dass lokale Bäuerinnen und Bauern, Verarbeitungsbetriebe und das Gewerbe fair für ihre Produkte entschädigt werden. Gemeinden will der Verein dazu motivieren, den lokalen Absatz zu fördern. Damit soll die Wertschöpfung in den Gemeinden gesteigert werden.

Nun hat der Verein erstmals zwei Städte mit ihrem «Lokal + Fair»-Award ausgezeichnet: Wädenswil und Uster würden «als Pioniere vorangehen», schreibt der Verein FMS in einer Mitteilung. So hält die Stadt Uster beispielsweise in ihren Einkaufsempfehlungen, den Richtlinien für interne Anlässe und dem Verpflegungskonzept für Heime fest, dass lokale und saisonale Produkte eingekauft werden und beim Catering lokale und regionale Anbietende bevorzugt werden.

Zudem unterstütze die Stadt Märkte, an denen sich die Menschen lokal und regional versorgen können. Erwähnt werden auch die Nachhaltigkeitswochen 2023, an denen die nachhaltige Ernährung vertieft thematisiert wurde.

Für Uster nahm Stadtpräsidentin Barbara Thalmann (SP) den Award von FMS-Präsident Stefan Flückiger entgegen. «Unsere regionale Produktion und Ustermer Spezialitäten zu erhalten und zu fördern, ist für die Stadt auch wirtschaftlich attraktiv», so Barbara Thalmann. «Wenn wir als Stadt zum Erhalt der lokalen Produzierenden beitragen können, ist das nicht nur ein Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie, sondern auch zur Standortattraktivität.» (pd/sco)

Stefan Flückiger und Barbara Thalmann auf dem Dach des Stadthauses in Uster.
Ausgezeichnet für das Engagement für lokale Produkte und das Gewerbe: Usters Stadtpräsidentin Barbara Thalmann mit Stefan Flückiger, Präsident des Vereins Faire Märkte Schweiz.

26. August: Minister aus Uruguay besucht Roxor-Chef Silvan Lämmle

Seit einem guten Jahr produziert der Schweizer Schmierstoffhersteller Laemmle Chemicals in Madetswil seine Öle und Schmierstoffe CO₂-neutral. Sämtliche Emissionen vom Bürogebäude, von der Produktion, dem Labor und der Auslieferlogistik werden kompensiert.

«Wir sind der einzige Schweizer Hersteller von Schmierstoffen, der dies so umsetzt», sagt Firmenchef Silvan Lämmle nicht ohne Stolz. Kompensiert wird in Zusammenarbeit mit der Stiftung «KMU Clima», indem ein Waldgebiet in Uruguay aufgeforstet wird. Bäume absorbieren CO₂ aus der Atmosphäre und setzen Sauerstoff frei.

Ein Jahr nach dem Start des Projekts, das auf vorerst vier Jahre angelegt ist, durfte Silvan Lämmle am Montag hohen Besuch aus dem südamerikanischen Staat auf dem Firmengelände in Madetswil empfangen: Gerardo Amarilla, stellvertretender Umweltminister und ehemaliger Parlamentspräsident, und Alejandro Garofali, Uruguays Botschafter in der Schweiz, kamen zu einer Betriebsbesichtigung ins Zürcher Oberland. Begleitet wurden sie von Matthias Baumberger, Geschäftsleiter der Stiftung «KMU Clima».

Besuch des stv. Umweltministers von Uruguay bei Roxor in Madetswil. Vier Männer in Anzügen posieren vor roten Fässern mit der Aufschrift Roxor.
Besuch aus Südamerika in Madetswil (von links): Silvan Lämmle, Gerardo Amarilla, Alejandro Garofali und Matthias Baumberger.

«Uruguay hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 komplett CO2-neutral zu sein», erklärte Gerardo Amarilla. Dafür unternehme das Land mit seinen nur 3,5 Millionen Einwohnern grosse Anstrengungen, so der stv. Umweltminister: «Wir produzieren unseren Strom heute zu 100 Prozent aus nachhaltigen Quellen: Wasser, Wind und Sonne. Wir bauen die Elektromobilität aus und wir unterstützen Hausbesitzer beim Ersatz von fossilen Heizungen.»

Und es sei genügend Platz da, um auch anderen Ländern zu helfen, ihre Emissionen zu senken, indem Waldflächen im weitgehend menschenleeren Landesinnern aufgeforstet werden. «Es ist eine ehrliche Art, Emissionen zu kompensieren», sagt Silvan Lämmle: «Wir kaufen nicht irgendwelche Zertifikate, sondern holen das CO2 tatsächlich aus der Luft.» (sco)

Besuch des stv. Umweltministers von Uruguay bei Roxor in Madetswil. Drei Männer stehen hinter Rohren mit verschiedenfarbenen Ölen.
Roxor-CEO Silvan Lämmle (links) erklärt Gerardo Amarilla (rechts), stv. Umweltminister Uruguays, und Matthias Baumberger, Geschäftsführer Stiftung «KMU Clima», die Viskosität von verschiedenen Ölen.

23. Bioengineering AG: Ein Rückkehrer wird neuer COO

Die Bioengineering AG in Wald erhält eine neue operative Leitung. Am 2. September startet Andreas Strehler als neuer Chief Operating Officer (COO).

Für Strehler ist es eine Rückkehr nach Wald. Der Biotechnologe hatte bei der Bioengineering AG einst eine Berufslehre als Anlage- und Apparatebauer absolviert und sich in der Folge bis zum Chief Technology Officer (CTO) hochgearbeitet.

Nach 22 Jahren verliess er das Unternehmen 2019 und sammelte bei der Früh Verpackungstechnik AG in Fehraltorf und bei der Fresh Food & Beverage Group in Bischofszell TG weitere Erfahrungen.

«Mit seinem umfassenden Know-how und seiner branchenübergreifenden Expertise sind wir überzeugt, dass Andreas eine zentrale Rolle bei der Gestaltung unserer zukünftigen Ausrichtung spielen wird», schreibt die Bioengineering AG in einer Medienmitteilung.

Erst im Juli hatte der Pharmazulieferer mit Roland Durner einen neuen CEO vorgestellt. (sco)

Porträtbild eines Mannes in Anzug mit hellblauer Krawatte.
Andreas Strehler kehrt nach fünf Jahren als COO zum Pharmazulieferer Bioengineering zurück.

22. August: Meier Tobler kauft eigene Aktien zurück

Der Verwaltungsrat der Meier Tobler Group hat den Rückkauf von maximal 222’222 eigenen Namenaktien beschlossen, was maximal 1,92 Prozent des aktuellen Aktienkapitals entspricht. Damit will der Gebäudetechnik-Spezialist aus Schwerzenbach sein Aktienkapital herabsetzen.

Diese bereits in Aussicht gestellte zweite Tranche des Rückkaufangebots zum Festpreis wird vom 22. August 2024 bis 5. September 2024, 12.00 Uhr MESZ, dauern. Der angebotene Festpreis beträgt 27 Franken je Namenaktie. Das maximale Volumen der zweiten Tranche beläuft sich somit auf maximal 6 Millionen Franken.

Bereits im März hatte Meier Tobler 169’000 Namenaktien oder 1,46 Prozent des damaligen Aktienkapitals für 6 Millionen Franken zurückgekauft. Damals allerdings zum deutlich attraktiveren Preis von 36,50 Franken. Die 27 Franken der zweiten Tranche liegen leicht über dem aktuellen Aktienkurs. (pd/sco)

21. August: Sibatec in Bubikon wechselt Besitzer

Erfolgreiche Nachfolgeregelung beim Metallverarbeiter Sibatec. Die Firmengründer und bisherigen Inhaber Jan und Gisela Schlumpf haben ihr Unternehmen per 1. Juli an Geschäftsführer Dominic Menzi und seinen Vater und Betriebsleiter Urs Menzi übergeben.

In einem Schreiben an Geschäftspartner erklären Jan Schlumpf und das Vater-Sohn-Duo Menzi den nicht ganz einfachen Prozess der Nachfolgeregelung. Erste Verkaufsverhandlungen mit Dominic und Urs Menzi im vergangenen Jahr waren gescheitert. Als Folge verliess Dominic Menzi das Unternehmen. «In den darauffolgenden Monaten wurde intensiv nach einer neuen Nachfolgelösung gesucht, denn das Ziel der Inhaberfamilie war es immer, dass Sibatec erfolgreich im Markt weiterbesteht.»

Es seien diverse Angebote von interessierten Parteien geprüft und mögliche Lösungen diskutiert worden. «Im Laufe dieser Gespräche kam auch erneut der Kontakt mit den Herren Menzi zustande.» In einem zweiten Anlauf konnte man sich schliesslich einigen.

Gleichzeitig geht die Sibatec AG eine strategische Partnerschaft mit der Riguzzi-Gruppe ein. Die in Felben TG beheimatete Gruppe ist seit 1900 in der Metallverarbeitung tätig. Mit der Zusammenführung von verschiedenen Prozessen sollen Synergien gefördert werden. (sco)

20. August: Thuner Upswing übernimmt Gesundheitszentrum Rüti

Thomas und Irene van Haaften geben ihr 2013 gegründetes Gesundheitszentrum Rüti, Spezialist für Gesundheitsschuhe, in neue Hände. Neuer Besitzer ist die Upswing GmbH aus Thun, ein führendes Unternehmen im Bereich Gesundheitsschuhe und -produkte mit vier Standorten in der Schweiz und einem Onlineshop.

Das bestehende Team des Gesundheitszentrums Rüti bleibt dabei erhalten. Während Thomas von Haaften und sein Team die Kunden individuell bei Bewegungsschmerzen beraten, ist Irene van Haaften als Physiotherapeutin im Haus tätig.

«Für uns ist die Übergabe des Geschäfts an die Upswing GmbH die Wunschlösung, weil unsere Firmenkulturen und -werte sich sehr ähnlich sind. So ist gewährleistet, dass das Geschäft im selben Sinn und Geist weitergeführt wird, auch wenn wir in ein paar Jahren in Pension gehen», lässt sich das Gründerpaar in einer Medieninformation zitieren. (sco/pd)

Zwei Männer und eine Frau halten einen grossen Schlüssel in der Hand.
Symbolische Schlüsselübergabe im Gesundheitszentrum Rüti: Thomas und Irene van Haaften und Bernhard Meier (rechts) von der Upswing GmbH.

12. August: Fabio Cappelli übernimmt Raiffeisen-Geschäftsstelle Effretikon

Zum 1. Juni 2024 hat Fabio Cappelli die Leitung der Geschäftsstelle Effretikon bei der Raiffeisenbank Region Glatt übernommen. Der bisherige Geschäftsstellenleiter, Mario Toschini, wird sich nun ausschliesslich auf seine Rolle als Leiter des Privatkundengeschäfts konzentrieren.

Bevor Fabio Cappelli seine neue Position bei der Raiffeisenbank Region Glatt antrat, sammelte er umfangreiche Erfahrungen als Individualkundenberater, stellvertretender Filialleiter und Filialleiter bei einer Schweizer Retailbank im Grossraum Zürich. Er absolvierte diverse Aus- und Weiterbildungen im Finanzwesen, in der Führungsentwicklung und in der Führungspsychologie.

Ein Herr im Anzug.
Fabio Cappelli übernimmt die Aufgaben von Mario Toschini, der sich nur noch auf das Privatkundengeschäft konzentriert.

«Mit Fabio Cappelli haben wir eine Persönlichkeit für die Raiffeisenbank Region Glatt gewonnen, die durch ihre langjährige Bankerfahrung und eine fundierte Finanz- und Führungsausbildung überzeugt», lässt sich Roger Felder, Vorsitzender der Bankleitung, zitieren. Cappelli habe bereits eine Bankfiliale geleitet und kenne die damit verbundenen Aufgaben und Kundenbedürfnisse bestens. (lda)

6. August: Neue Leitung für zwei Filialverbünde der Bank Avera

Am 1. Juli hat die Bank Avera ihr Retail Banking neu organisiert und in zwei Marktgebiete aufgeteilt. Das hatte auch personelle Folgen für den Filialverbund Uster & Effretikon, weil der dortige Leiter Joshua Klauser zum Marktgebietsleiter aufgestiegen ist.

Nun hat die Bank Avera die Nachfolge Klausers bekannt gegeben: Am 1. September übernimmt Yasmin Geisser die Leitung des Filialverbunds Uster & Effretikon der Genossenschaftsbank. Yasmin Geisser ist diplomierte Betriebsökonomin FH und verfügt über einen Abschluss als Master of Advanced Studies in Banking and Finance. Sie arbeitete zuletzt bei der Zürcher Kantonalbank in unterschiedlichen Funktionen. Dazu gehörten die Filialleitung des Standorts Höngg und ab 2018 die Teamleitung für vermögende Privatkunden an den Standorten Prime Tower und Höngg.

Auch die Filialen Pfäffikon, Fehraltorf und Bauma, die ebenfalls im Verbund geführt werden, erhalten per 1. September einen neuen Leiter: Oliver Jenzer verfügt über einen Abschluss als Betriebswirtschafter HF und hatte verschiedene leitende Funktionen bei UBS, VZ Vermögenszentrum und Raiffeisen inne. Zuletzt leitete er die Geschäftsstelle Gossau der Raiffeisenbank Zürcher Oberland. (pd/sco)

Bildkombo mit den Porträts einer Frau und eines Mannes im Business Look.
Oliver Jenzer und Yasmin Geisser leiten ab 1. September die beiden Filialverbünde der Bank Avera.

5. August: Reha-Klinik Wald behandelt 2280 Patienten

Die Kliniken Valens haben ihre erste Jahresrechnung nach der Fusion mit den Zürcher Reha-Kliniken veröffentlicht: Bei einem Gesamtumsatz von rund 220 Millionen Franken konnte das Geschäftsjahr 2023 mit einem Gewinn von 5,2 Millionen abgeschlossen werden.

Mit zwölf Standorten und mehr als 2200 Mitarbeitenden ist die Klinikgruppe nun der grösste Rehabilitationsanbieter der Schweiz. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr über 10’100 stationäre Patientinnen und Patienten medizinisch, therapeutisch und pflegerisch behandelt. Zudem wurden in den Rehazentren sowie an den ambulanten Standorten über 6300 ambulante Fälle mit über 51’000 Konsultationen registriert.

Die Klinikgruppe setzt auch nach der Fusion auf die Reha-Klinik Wald. So wurde im vergangenen Jahr eine separate Frührehabilitationseinheit mit acht Betten für schwerbetroffene neurologische Patienten aufgebaut. Ende 2023 nahm sie ihren Betrieb auf. Die Station werde «ein wichtiger Eckpfeiler in der hoch spezialisierten Rehabilitation am Standort Wald und der Kliniken Valens» sein, hält der Geschäftsbericht fest. In der Reha-Klinik Wald wurden im vergangenen Jahr insgesamt 2280 stationäre Patienten behandelt. (pd/sco)

29. Juli: Aus Hauseigentümerverbänden Rüti und Wetzikon wird HEV Bezirk Hinwil

Die Hauseigentümer in der Region wollen mehr Gewicht in politischen Fragen und bessere Dienstleistungen für ihre Mitglieder. Aus diesem Grund haben sich die Hauseigentümerverbände (HEV) Wetzikon und Rüti zum HEV Bezirk Hinwil zusammengeschlossen. Die Fusion erfolgt rückwirkend auf den 1. Januar 2024.

An den Generalversammlungen der beiden Sektionen wurde die Fusion mit grossen Mehrheiten gutgeheissen. In den Vorständen war man überzeugt, dass mit einer Fusion eine schlagkräftige Sektion entsteht, die für ihre neu rund 5'500 Mitglieder im Zürcher Oberland über mehr Durchsetzungskraft auf politischer Ebene verfügt, Doppelspurigkeiten reduziert, ein höhere Professionalität der Dienstleistungen für Mitglieder und Eigentümer erzielt und die einzelnen Mitglieder des Vorstands entlastet.

Der Vorstand der neuen Sektion HEV Bezirk Hinwil setzt sich zusammen aus Präsident Andreas Egli, Vizepräsident Martin Cathrein und den Vorstandsmitgliedern Jürg Wettstein, Heinz Leuthold, Fabian Gehrig, Sandro Luongo, Peter Heierle, Yvonne Bürgin, Ruth Hegner, Edith Oess und Pascale Uehli. (pd/sco)

27. Juli: Vuaillat führt dreitägigen Sauerteigkurs mit «Stargast» aus England durch

Sauerteig ist mittlerweile nicht mehr nur ein Nahrungsmittel, Sauerteig ist für viele Fans schon fast eine Lebenseinstellung. Auch Martin Mayer, Inhaber der Bäckerei Vuaillat, schwört auf die Methode, die Brote haltbarer macht und auf Hefe verzichtet. Regelmässig führt Mayer in seiner Produktion in Uster Sauerteigkurse durch.

Aktuell und noch bis Samstag tut er dies gemeinsam mit Wayne Caddy, der englischen «Sauerteig-Ikone» aus Nottingham. Der Engländer weilt drei Tage in Uster und gibt sein Wissen gemeinsam mit Martin Mayer weiter. «Die Kursteilnehmer sind ein sehr gemischtes Völklein», sagt Mayer: «Es sind Berufsleute dabei, aber auch Hobbybäckerinnen und -bäcker und sogar ein Mitarbeiter der Fachschule Luzern.»

Die drei Tage (oder vielmehr Nächte) verbringen die Teilnehmenden nicht nur in der Backstube. Auf einer kurzen Exkursion nach Mönchaltorf wurden auch die Felder von Landwirt Matthias Hollenstein besichtigt, der den Rohstoff für die Vuaillat-Produkte liefert. (sco)

22. Juli: R&M erreicht Gold-Status bei Ecovadis

Das Wetziker Unternehmen R&M hat die Goldmedaille im Nachhaltigkeitsrating von Ecovadis erreicht. Seit 2016 lässt sich der weltweit tätige Entwickler und Anbieter von Infrastrukturlösungen für Daten- und Kommunikationsnetze jedes Jahr von der Ratingagentur bewerten. Nach der Silbermedaille 2023 erreichte R&M nun sogar Goldstatus.

Ecovadis analysiert und bewertet die Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens in globalen Lieferketten nach ökologischen, sozialen und ethischen Kriterien. Die Gutachter haben R&M 78 von möglichen 100 Punkten vergeben.

Blick in die Produktion von R&M.
Nicht nur in der eigenen Produktion, sondern auch in den vor- und nachgelagerten Lieferketten will R&M die CO2-Emissionen drastisch senken.

Damit zählt R&M laut Ecovadis zu den führenden fünf Prozent aller in den letzten zwölf Monaten bewerteten Unternehmen. In der Branche «Herstellung von Kabeln und Netzwerktechnologien» zählt R&M zum führenden ersten Prozent der bewerteten Hersteller.

«In den vergangenen Monaten hat R&M den Blickwinkel auf jede Stufe des Wertschöpfungsprozesses und die gesamte Lieferkette ausgedehnt», sagt Markus Stieger, COO und Sustainability Officer von R&M. Insbesondere die Erfassung der Treibhausgasemissionen über die gesamte Lieferkette sei ein «Meilenstein» so Stieger.

Porträtbild von Markus Stieger, COO von R&M.
COO Markus Stieger ist bei R&M auch für die Nachhaltigkeit verantwortlich.

R&M verfolgt nicht nur die eigenen CO2-Emissionen (Scope 1) und jene seiner Energielieferanten (Scope 2), sondern auch die indirekte Freisetzung klimaschädlicher Gase in der vor- und nachgelagerten Lieferkette (Scope 3). CEO Michel Riva: «Die Ecovadis-Bewertung bestätigt, dass unsere Nachhaltigkeitsmassnahmen glaubwürdig, belegbar und tragfähig sind.» (pd/sco)

10. Juli: Bank Avera schafft Gebühren für Privatkonten ab

Die Bank Avera richtet ihre Gebühren für die Kontoführung und Karten neu aus. Ab dem 1. August entfallen für Privatkonten die jährlichen Kontoführungsspesen sowie die jährliche Gebühr für bis maximal zwei Debitkarten. Voraussetzung für die gebührenfreie Führung sind pro Monat mindestens zehn ausgehende Transaktionen auf dem Privatkonto.

Im Rahmen des neuen Angebots werden auch die Kosten für die Kreditkarten gesenkt. Privatkonto-Besitzerinnen und -Besitzer mit Debit- und Kreditkarte können somit bis zu 142 Franken pro Jahr sparen. (pd/sco)

8. Juli: Marcos Gonçalves übernimmt Leitung des Wealth Management der Bank Avera

Die Bank Avera hat einen neuen Leiter des Wealth Management gefunden: Am 1. November folgt Marcos Gonçalves auf Nicolas Samyn, der die Bank mit Hauptsitz in Wetzikon im März 2024 verlassen hat. Marcos Gonçalves verfügt über viel Erfahrung in der Fintech- und der Finanzbranche.

Nach einem Masterstudium in Betriebswirtschaftslehre an der Universität Zürich absolvierte er ein Talententwicklungsprogramm bei der Notenstein La Roche Privatbank AG. Dort war er zuletzt als stellvertretender Leiter Vertrieb Private Banking tätig. Es folgten Managementpositionen bei Fintechs, unter anderem in der Geschäftsleitung des digitalen Vermögensverwalters True Wealth AG.

Seit 2020 arbeitet Marcos Gonçalves bei der Swisscom (Schweiz) AG. Im Bereich Market Development Banking ist er für den Vertrieb von Einzel- und Systemlösungen für Banken verantwortlich und berät Banken in der Digitalisierung zu den Themen Private Banking und digitales Anlegen.

«Marcos Gonçalves bringt nicht nur Erfahrung im klassischen Private Banking mit, sondern verfügt auch über eine grosse Expertise in der Entwicklung und Umsetzung digitaler Geschäftsstrategien», betont Fabio Perlini, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Corporate & Private Banking. (pd/sco)

8. Juli: René Peter zum CFO ad interim von Dormakaba ernannt

Dormakaba gibt einen vorübergehenden Wechsel in der Leitung der globalen Finanzorganisation bekannt. Die derzeitige Finanzchefin Christina Johansson ist krankgeschrieben, um sich auf ihre Gesundheit und Genesung zu konzentrieren. Das Schliesstechnik-Unternehmen mit Sitz in Wetzikon und Rümlang hat René Peter, Head of Global Controlling, während ihrer Abwesenheit die Rolle des CFO ad interim übertragen.

Peter werde «mit sofortiger Wirkung die nahtlose Kontinuität während der Transformation und innerhalb der globalen Finanzorganisation sicherstellen», schreibt Dormakaba. Mit seiner umfangreichen Erfahrung sei er bestens geeignet, um die weitere Umsetzung der «Shape4Growth»-Strategie in der Global Finance Organisation zu leiten und den Abschluss des Geschäftsjahres im Blick zu behalten. Am 3. September wird das Unternehmen seine Jahreszahlen 2023/24 präsentieren. (pd/sco)

5. Juli: Neues Geschäftsleitungsmitglied beim Spital Uster

Kim Kuhn wird ab September Chief Operating Officer (COO) des Spitals Uster und damit Teil der Geschäftsleitung des Spitals Uster. Der Verwaltungsrat habe Kuhn in einem mehrstufigen Verfahren gewählt, wie das Spital mitteilt.

Gleichzeitig mit Kuhn wird auch der neue CEO Martin Werthmüller seine Stelle antreten. Bisher umfasst die Geschäftsleitung des Ustermer Spitals sechs Mitglieder und wird interimistisch von Vital Schreiber geführt.

Kuhn ist gelernter Mechaniker. Er habe sich beruflich rasch weiterentwickelt hatte Führungspositionen in verschiedenen Branchen inne, schreibt das Spital. Neben dem Gesundheitswesen bringt er auch Erfahrung aus einer Ledermöbel-Manufaktur und in der Immobilienbranche mit.

Das Spital verweist insbesondere auf seine Fähigkeiten im Bereich der integralen Sicherheit und des Risikomanagements. Zuletzt war Kuhn beim Sicherheitsberatungsunternehmen SBIS AG in Olten als Bereichsleiter der Abteilung Construct tätig. (lel)

2. Juli: Roland Durner ist neuer CEO der Bioengineering AG

Roland Durner ist neuer Chief Executive Officer (CEO) der Bioengineering AG in Wald. Er folgt auf Marc Bachmann, der den Pharma-Zulieferer nach sechs Jahren verlässt und eine neue Herausforderung annimmt.

Durner hat an der ETH in Zürich Biotechnologie studiert und zum Thema erneuerbare Kunststoffe promoviert. Für seine Experimente nutzte er schon in den 1990er-Jahren intensiv die Fermenter, die Bioengineering in Wald entwickelt und produziert.

Später hat er sich in Marketing und Unternehmensführung weitergebildet. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Produktmanagement, der Marketingkommunikation und im Verkauf von Laborinstrumenten von weltweit führenden Schweizer Herstellern (Mettler Toledo, Tecan, MBV).

«Mit Roland Durner begrüsst die Bioengineering AG einen erfahrenen und visionären Manager in der Rolle des CEO», lässt sich VR-Präsident Marcus Bernhardt in einer Mitteilung zitieren: «Er verfügt über umfassende Erfahrung und hat in den vergangenen Jahren in verschiedenen Führungspositionen seine herausragenden Fähigkeiten national sowie international unter Beweis gestellt.» (sco)

Porträtbild eines Mannes mit Brille, in Anzug mit Krawatte.
Roland Durner ist neuer CEO der Bioengineering AG in Wald.

2. Juli: Salander Gerber Sports GmbH geht in neue Hände über

Die Firma Gerber Sports GmbH in Saland hat sich auf den Unterhalt von Sportanlagen, die Reinigung von Kunstrasen, Kunststoffbelägen und Renovationen von Sandplätzen spezialisiert. Nebenbei handelt die Firma mit Maschinen und Geräten, Markierfarbe, Dünger und Saatgut.

Jetzt wird sie von der Realsport AG übernommen. Die Waadtländer Firma ist ein führendes Unternehmen im Bereich Sportbodenbelag und hat Niederlassungen in den Kantonen Freiburg, Genf, Wallis, Waadt, Bern und Zürich.

Durch die Übernahme soll sich in der Qualität und im Service nichts ändern, da die bestehenden Mitarbeiter weiterhin für das Unternehmen tätig sein werden, wie die Realsport AG in einer Mitteilung schreibt.

«Wir freuen uns sehr über die Übernahme der Gerber Sports», lässt sich Stefan De Toffol, Geschäftsführer der Realsport AG, zitieren. «Wir sind überzeugt, dass diese Akquisition gut zu unserer Gruppe passt, und werden alles daransetzen, den Standort weiterzuentwickeln und zu festigen.» (alk)

1. Juli: Die Bank Avera teilt ihr Retail Banking in zwei Marktgebiete

Die Bank Avera mit Hauptsitz in Wetzikon organisiert ihr Retail Banking neu und unterteilt den Geschäftsbereich in zwei Marktgebiete. Joshua Klauser, Leiter des Filialverbunds Effretikon/Uster, steht ab dem 1. Juli dem Marktgebiet Nord vor, Daniel Kräutli, Leiter der Filiale in Zürich-Stadelhofen, übernimmt das Marktgebiet Süd.

Das Marktgebiet Nord umfasst die Filialverbünde Illnau-Effretikon/Uster, Pfäffikon/Fehraltorf/Bauma und Hinwil/Wald, das Marktgebiet Süd die Filialverbünde Zürich/Küsnacht und Rüti/Bubikon sowie die Filiale Wetzikon. Das Retail Banking umfasst das standardisierte Privatkundengeschäft einer Bank.

Die Aufteilung respektive die Neuschaffung der beiden Stellen diene dazu, die Regionen weiterzuentwickeln und die Marktpräsenz auszubauen, schreibt die Bank Avera. Ausserdem werde damit das Management unter der Leitung von André Wegmann, dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung und Leiter Retail Banking, gestärkt. (pd/sco)

Bildkombo mit den Porträts zweier junger Männer im Business Look.
Daniel Kräutli (links) und Joshua Klauser sind die beiden neuen Marktgebietsleiter im Retail Banking der Bank Avera.

1. Juli: Gossauer Attilio Meyer AG heisst neu Attilio AG

Das Gossauer Werbetechnikunternehmen Attilio Meyer AG heisst neu Attilio AG. Gleichzeitig passt das Familienunternehmen seine Führungsstruktur an und hat einen neuen Standort eröffnet.

Neben den 65 Mitarbeitenden am Hauptsitz in Gossau bearbeitet neu ein fünfköpfiges Team die Innerschweiz. Den Anstoss zum Umbau gab Geschäftsführer und Inhaber Marc A. Meier: «Der Entschluss dazu resultiert aus meinem persönlichen Wunsch, die Unternehmensführung effizienter zu gestalten und die Attilio Meyer AG zukunftssicher zu machen.»

Neu würden die Verantwortlichkeiten auf mehrere Schultern verteilt, so Meier: «Damit stärken wir die Teamdynamik und bleiben agil.» Gleichzeitig verstärkt das Unternehmen sein Engagement im Bereich Nachhaltigkeit: Unter anderem wurde eine 170 kW starke Photovoltaikanlage auf dem Betriebsgebäude in Gossau erstellt, und die Fahrzeugflotte umfasst insgesamt 20 Elektroautos.

Die Attilio Meyer AG wurde 1945 ursprünglich als Fotolabor gegründet. Im Lauf der Zeit wandelte sich das Unternehmen zu einem der führenden Schweizer Anbieter von Beschriftungen, digitaler Werbetechnik, Leuchtwerbung und Grossformatdruck. (sco)

Ein elektrischer VW Buzz in den Farben und dem Schriftzug der Attilio AG in Gossau.
Neuer Auftritt: Die elektrische Flotte der Gossauer Attilio AG umfasst 20 Fahrzeuge.

1. Juli: Dormakaba engagiert sich gegen Kinderarbeit

Dormakaba hat mit der Organisation Save the Children Schweiz eine Partnerschaft vereinbart. Diese beinhaltet die finanzielle Unterstützung eines richtungsweisenden Projekts zur Überwindung von Kinderarbeit beim Abbau von Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo (DRK).

Über einen Zeitraum von zehn Jahren wird Dormakaba rund eine Million Franken investieren. Der Schliesstechnikkonzern mit Sitz in Wetzikon und Rümlang ist das erste Unternehmen in Europa, das dieses Projekt fördert.

Save the Children Schweiz ist Teil der grössten unabhängigen Kinderrechtsorganisation der Welt. Die Partnerschaft und die damit verbundene direkte, langfristige Unterstützung des Projekts zur Bekämpfung von Kinderarbeit in der DRK erfolgen vor dem Hintergrund der Verpflichtungserklärung zur Einhaltung der Menschenrechte von Dormakaba und einer Studie der Universität St. Gallen zur Rückverfolgbarkeit von Kobalt.

70 Prozent des weltweit geförderten Kobalts stammen aus der Demokratischen Republik Kongo – oft unter miserablen Bedingungen mit Zwangsarbeit, Ausbeutung von Arbeitskräften oder Kinderarbeit gefördert. Das Projekt von Dormakaba und Save the Children Schweiz zielt darauf ab, Kinder und Jugendliche, die in Kobaltminen arbeiten, in Schul- oder Ausbildungsprogramme zu integrieren und ihnen nachhaltig neue Perspektiven zu geben. (sco/pd)

1. Juli: Meier Tobler verkauft Tochtergesellschaft

Die Meier Tobler Group verkauft die Meier Tobler Lüftungshygiene AG an die Hälg & Co. AG. Sämtliche Mitarbeitenden der Meier-Tobler-Tochter sollen übernommen werden, wie die beiden Unternehmen in einer Mitteilung schreiben.

Die Meier Tobler Lüftungshygiene AG entstand im Jahr 2009 durch Zukäufe unter dem Dach der Meier Tobler Group. Sie hat sich zum eigenständigen Unternehmen mit 25 Mitarbeitenden an zwei Standorten entwickelt, ist aber innerhalb des Gebäudetechnikspezialisten mit Sitz in Schwerzenbach ein Nischengeschäft geblieben.

Mit der zunehmenden Fokussierung der Meier Tobler auf die Kernbereiche Handel, Wärmeerzeugung, Klimasysteme und Service konnten immer weniger Synergien genutzt werden. Aus diesem Grund hat sich Meier Tobler entschieden, das Unternehmen mit Sitz in Otelfingen im Juni 2024 an die Hälg Group zu verkaufen. Die Hälg Group sei eine «ideale Käuferin», sagt Roger Basler, CEO Meier Tobler: «Ihre strategische Ausrichtung passt ideal, und wir sind überzeugt, dass unsere Mitarbeitenden im Team Hälg bestens integriert werden.» (sco/pd)

20. Juni: Machen wir «fifty-fifty»?

Ein neues Gutscheinbuch soll Unternehmen im Zürcher Oberland neue Kunden bescheren. Unter dem Titel «fifty-fifty» bringt die Druckerei Zimmermann in Uster das Buch im Herbst auf den Markt. Kooperationspartnerin ist die Standortförderung Zürioberland.

Das Konzept ist einfach und auch nicht ganz neu: Wer das Buch kauft, profitiert von verschiedenen Angeboten der teilnehmenden Unternehmen. Die Gutscheine stammen von Restaurants, Läden, Museen, Ausflugszielen oder Eventlocations in der Region. Das Motto: Eine Person bezahlt, zwei Personen geniessen.

Interessierte Firmen können im Buch kostenlos einen 2-für-1-Gutschein für ein Angebot ihrer Wahl publizieren. Einzige Bedingung dafür ist, dass das beworbene Produkt oder die Dienstleistung den Käuferinnen und Käufern des Buchs in Kombination mit dem Gutschein zum halben Preis angeboten wird.

«Wir wollen damit das regionale Gewerbe unterstützen», sagt Kundenberater Peter Fibich. Das Buch erscheint im November 2024 in einer Auflage von 7000 Exemplaren und kostet 44 Franken. (pd/sco)

Ein grünes Gutscheinbuch mit dem Titel «fifty-fifty» liegt auf einem Tisch. Daneben ein Kaffee und ein Berliner.
Machen wir «fifty-fifty»? Im November erscheint das «Gutscheinbuch Züri Oberland» mit Aktionen von regionalen Unternehmen.

11. Juni: Die Vorarbeiten für den Migros-Umbau in Pfäffikon beginnen am Mittwoch

Am 12. Juni starteten die Vorarbeiten für die Modernisierung der Migros Pfäffikon: Eine provisorische Verkaufsfläche wird errichtet. Am 22. Juni ist der letzte Verkaufstag vor Beginn des eigentlichen Umbaus, bei dem die gesamte Gebäudetechnik erneuert wird.

Damit werde ein ressourcenschonender Betrieb des Supermarkts ermöglicht, schreibt der Grossverteiler. Ausserdem werden Aufbacköfen für Brote und Backwaren installiert, welche die bisherige Hausbäckerei ersetzen werden.

Das Angebot an frischen Lebensmitteln werde vom 24. Juni bis 27. Juli leicht reduziert sein, aber «dennoch eine attraktive Auswahl für den täglichen Bedarf bieten». (pd/sco)

10. Juni: Genossenschafter winken Statutenänderung durch

Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter der Raiffeisenbank Zürcher Oberland haben sämtlichen Anträgen des Verwaltungsrats mit grosser Mehrheit zugestimmt. Von den 18'667 stimmberechtigten Mitgliedern haben 3374 an der Urabstimmung teilgenommen.

Dabei wurden einige bedeutsame Entscheide im Sinne des Verwaltungsrats gefällt: So kann beispielsweise neu jede Genossenschafterin oder jeder Genossenschafter der Raiffeisenbank Zürcher Oberland werden – unabhängig von Wohn- und Arbeitsort oder Firmendomizil. Bislang war die Mitgliedschaft an den Wohnort oder den Firmensitz gebunden.

Auch kann die Raiffeisenbank künftig die Kundenbedürfnisse mit einem breiteren Dienstleistungsangebot abdecken, beispielsweise Treuhand oder Erbschaftsberatungen. Unter anderem geht es bei dieser Statutenänderung auch um erweiterte Möglichkeiten, Liegenschaften zu erwerben. Damit könnte die Raiffeisenbank zum Beispiel Wohnungen oder Büroflächen zur Miete anbieten.

Weiter wird die maximale Grösse eines Verwaltungsratsgremiums auf sieben Personen beschränkt. Die Amtsdauer beträgt maximal 16 Jahre. Auch wird eine Altersguillotine eingeführt: Das Höchstalter eines Verwaltungsrats wird auf 70 Jahre beschränkt. (sco)

Vier Männer sitzen bei der Informationsveranstaltung der Raiffeisenbank Zürcher Oberland auf einer Bühne.
Informationsveranstaltung am 22. Mai in Wetzikon (von links): Komiker und Moderator Michel Gammenthaler im Gespräch mit Lars Studer (Vorsitzender der Geschäftsleitung), Christian Elliscasis (VR-Präsident) und Thomas A. Müller (VR-Präsident Raiffeisenbank Schweiz).

9. Juni: Häusermann feiert Eröffnung der neuen Garage in Illnau

Im Februar hatten Geschäftsleiter Bruno Altorfer und sein 40-köpfiges Team das neue Autohaus der Häusermann Automobile AG in Illnau bezogen – noch bevor es ganz fertig gebaut war. Nun konnte das moderne Autohaus offiziell eingeweiht werden. Über insgesamt vier Tage öffnete die Volvo-Vertretung ihre Tore: Am Donnerstag waren Behördenvertreter, am Bau beteiligte Unternehmer und die benachbarten Firmen eingeladen, am Freitag Stammkunden und andere geladene Gäste, und am Wochenende konnte sich die breite Öffentlichkeit ein Bild des modernen Garagenbetriebs machen.

Ein Mann im Anzug steht vor einem Auto der Marke Volvo.
Bruno Altorfer, Geschäftsleiter bei Häusermann in Illnau.

Unter anderem gab es Führungen durch den dreigeschossigen Neubau, und auch für das leibliche Wohl war gesorgt – mit kühlen Getränken und Pizza aus dem Holzofen. Für die kleinen Gäste gab es einen Spielbereich mit ferngesteuerten Autos – natürlich Volvo – und einen grossen Sandhaufen, den sie mit Baggern bearbeiten konnten.

Als Hingucker und von Weitem sichtbar schwebte ein gelber Volvo EX30 – das jüngste vollelektrische Modell der schwedischen Marke – über dem Dach des Neubaus an der Kempttalstrasse. (sco)

Ein gelber Volvo schwebt an einem Kran über einem Gebäude.
Hingucker in luftiger Höhe: Ein Volvo EX30 machte das Eröffnungsfest von Weitem sichtbar.

5. Juni: Forchbahn transportiert 5,9 Millionen Passagiere

Die Forchbahn blickt auf ein zufriedenstellendes Jahr 2023 zurück. Insgesamt beförderte die Bahn 5,9 Millionen Passagiere. Das sind 450’000 oder 8 Prozent mehr als im Vorjahr, aber immer noch deutlich weniger als im Rekordjahr 2019 (6,2 Millionen). Der Trend zum Homeoffice schwächt sich vier Jahre nach Ausbruch der Covid-Pandemie deutlich ab, ist aber in der «Frieda» nach wie vor spürbar.

Unter dem Strich resultierte 2023 ein Jahresgewinn von 566’000 Franken. Die Forchbahn erwirtschaftete einen Betriebsertrag von 30,3 Millionen Franken (Vorjahr: 32,7 Millionen). 19,7 Millionen dieses Umsatzes waren Leistungsabgeltungen aus dem Zürcher Verkehrsverbund (ZVV), 9 Millionen Franken steuerte der Bund bei.

Ziemlich genau gleich viel, wie die Forchbahn letztes Jahr einnahm, investierte sie im Rahmen ihres Projekts «Frieda 2030» in die Infrastruktur. Vier Baustellen unterhielt die «Frieda» 2023, elf weitere grössere Projekte sind in der Planungsphase. (sco)

Eine Zugkomposition der Forchbahn in frühlingshafter Landschaft.
5,9 Millionen Fahrgäste zählte die Forchbahn im Jahr 2023. Das ist mehr als im Vorjahr, liegt aber noch immer unter den Werten vor der Pandemie.

4. Juni: R&M schliesst Integration von Tecnosteel ab

Der Kauf des italienischen Gehäuse- und Schrankherstellers Tecnosteel S.r.l. im Jahr 2022 war die bislang grösste Akquisition von R&M. Nun meldet der Wetziker Entwickler und Anbieter von hochwertigen Infrastrukturlösungen für Daten- und Kommunikationsnetze, dass die Integration der italienischen Tochtergesellschaft «erfolgreich und vollständig» abgeschlossen sei.

Tecnosteel, mit Sitz in Brunello in der Nähe von Varese, heisst seit Anfang Juni R&M Italia S.r.l. Seit dem Kauf vor zweieinhalb Jahren fanden umfangreiche Investitionen in die Produktentwicklung und in neue, hoch automatisierte Fertigungsanlagen statt.

Michel Riva, CEO von R&M, bezeichnet die Integration als «Meilenstein in unserer Wachstumsstrategie. Sie stärkt die Marktposition sowohl im LAN- als auch im Rechenzentrumssegment und erhöht die Erfolgschancen im wichtigen Projektgeschäft.» R&M habe sich damit als Gesamtanbieter für das Interieur von Computerräumen etabliert. (sco/pd)

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