Fertig Stau am Kreisel in Kollbrunn
Nach fast eineinhalb Jahren ist die 1965 erstellte Tössbrücke in Kollbrunn wieder instand gesetzt. Die Bauarbeiten hatten zeitweise für lange Staus gesorgt.
Der «Schneckenkreisel» in Kollbrunn war seit April 2024 ein Nadelöhr im Tösstal. An der Stelle kreuzen sich die Wege von Autofahrerinnen und Autofahrern von Elgg in Richtung Weisslingen und Zürich und von Turbenthal in Richtung Winterthur.
Ursache für die Staus aus vier Richtungen war die Instandsetzung der Tössbrücke in Kollbrunn. Wegen der Bauarbeiten musste der Verkehr monatelang einspurig geführt werden. Die Brücke war nach 60 Jahren in Betrieb in einem schlechten Zustand und musste für 4,4 Millionen Franken saniert werden.
Seit dem 4. August sind die Verkehrsampeln weg, die Brücke kann wieder zweispurig befahren werden. Letzte Arbeiten müssten aber noch erledigt werden, sagt Thomas Maag, Mediensprecher der Baudirektion Kanton Zürich, auf Anfrage. «Auf der einen Seite der Brücke muss noch ein Geländer montiert und dann muss der Installationsplatz noch zurückgebaut werden.» Ende August sollte alles erledigt sein.
«Vereinzelte» negative Rückmeldungen
Wegen der Staus habe das Tiefbauamt erwartungsgemäss «vereinzelte» negative Rückmeldungen erhalten, sagt Maag. «Schliesslich steht niemand gern im Stau.» Derart umfangreiche Bauarbeiten seien aber ohne Einschränkungen nicht möglich. Das Verkehrskonzept habe sich bewährt.
Die 42 Meter lange und 12,5 Meter breite Tössbrücke war 1965 erstellt worden. Die Instandsetzung nahm der Kanton zum Anlass, das Bauwerk um drei Meter zu verbreitern. So entstand Platz für einen kombinierten Rad- und Gehweg. Die Brücke und die Strecke bis zum Kreisel in Kollbrunn waren im kantonalen Velonetzplan als Schwachstelle bekannt. Für die Bauarbeiten hatte der Regierungsrat 4,4 Millionen Franken bewilligt.