Fehlende Rampen am Bahnhof Effretikon sind eine Herausforderung
Leserbrief
Pamela Meili, Weisslingen
Vor einigen Wochen war am Bahnhof Effretikon eine Treppe gesperrt. Ich dachte mir: Super, jetzt machen sie endlich eine Rampe auf mindestens einer Seite der Perrons. Aber nein, sie haben nur die Wände frisch gestrichen.
Bitte gehen Sie doch einmal vorbei und schauen Sie sich die Perrons 2/3 und 5/6 an. Beide sind nur über Treppen erreichbar. Es hat so viele Einwohnerinnen und Einwohner in Effretikon und Umgebung, die mit Rollstuhl unterwegs sind, schwer Gehbehinderte, Personen mit Kinderwagen oder Koffern usw. Sie alle müssen von einem Perron zum anderen kommen. Dafür müssen sie aber einen sehr langen Weg auf sich nehmen, sofern sie nicht die Treppe nutzen wollen oder können. Bei einigen Anschlüssen reicht da nicht mal die Zeit dafür.
Ob es überhaupt einen neuen Bahnhof in Effretikon je einmal geben wird, wissen wir nicht, aber ich finde, in der Zwischenzeit könnte wenigstens eine Treppenrampe erstellt werden.
Ich glaube, damit wären alle Leute einverstanden und glücklich.
Manchmal hilft nachfragen: Im Jahr 2016 habe ich brieflich bei Bundesrätin Doris Leuthard nachgefragt, warum es kein Bänkli am Bahnhof Illnau gibt. Sie hat mir sofort persönlich geantwortet, und innert kurzer Zeit waren die jetzigen Bänkli montiert.
Für viele Personen heisse ich deshalb immer noch «die Bänklifrau»!