Gesellschaft

Faszinierende Pilze in der Naturstation Silberweide

Pilze sind weder Tier noch Pflanze, wachsen in den vielfältigsten Formen und Farben und sind für das Leben auf unserem Planeten von grosser Bedeutung. Das Besucherzentrum der Greifensee-Stiftung widmet dieser faszinierenden Welt eine Ausstellung.

Faszinierende Pilze in der Naturstation Silberweide

Weder Tier noch Pflanze

Pilze sind weder Tier noch Pflanze, wachsen in den vielfältigsten Formen und Farben und sind für das Leben auf unserem Planeten von grosser Bedeutung. Das Besucherzentrum der Greifensee-Stiftung widmet dieser faszinierenden Welt eine Ausstellung.

Was wir als Pilz bezeichnen – der sichtbare Fruchtkörper im Wald oder auf der Wiese –, ist im ­Grunde nur ein kleiner Teil eines weit grösseren Lebewesens. Der eigentliche Pilz besteht aus dem Myzel – einem feinen Geflecht aus Fäden, das sich oft meter-, manchmal sogar kilometerweit durch den Boden zieht.

So gross wie ihre Ausdehnung ist auch ihr Artenreichtum. Forscherinnen und Forscher schätzen, dass es weltweit mehrere Millionen Pilzarten gibt, wissenschaftlich beschrieben wurden bislang lediglich rund 150’000. Im Greifensee-Gebiet wachsen laut Info Spezies, , dem Schweizerischen Informationszentrum für Arten, gut 400 verschiedene Arten, darunter auch einige, die auf der Roten Liste als verletzlich oder gefährdet geführt werden.

Pilze sind ein zentraler Teil unseres Ökosystems. Viele Arten übernehmen wichtige Recycling-Aufgaben: Sie bauen beispielsweise Laub, Holz, Früchte oder tote Tiere ab und führen sie als Nährstoffe wieder in den Boden zurück. Andere Pilze gehen enge Partnerschaften mit Pflanzen ein. Die Pilze erhalten von den Pflanzen Zucker, geben ihnen im Gegenzug Nährstoffe und Wasser ab und stärken ihr Wachstum.

Zunehmend bedroht

Aufgrund von Umweltbelastungen und Lebensraumverlust sind heute zahlreiche Pilzarten in der Schweiz bedroht. Besonders gefährdet sind Arten, die auf Magerwiesen und in Mooren wachsen. Geschützte Feucht- und Magerwiesen, wie sie rund um den Greifensee vorkommen, sind von grosser Bedeutung für den Erhalt der Pilzvielfalt.

In der neuen Ausstellung «Naturlabor» im Besucherzentrum der Greifensee-Stiftung in der Na­turstation Silberweide können die Pilze an verschiedenen interaktiven Stationen hautnah erlebt und mit den Sinnen erforscht werden: Wie sieht das Myzel unter dem Mikroskop aus? Wie riecht ein Marzipanschneck­ling? Und welche Pilze können auf dem Gelände der Natursta­tion entdeckt werden? Finden Sie es heraus!

Die Greifensee-Stiftung

Seit 1997 setzt sich die Greifensee-Stiftung für ein Miteinander von Natur und Mensch im Greifensee-Gebiet ein. Mit viel Engagement realisiert sie Projekte in den Bereichen Umweltbildung, Naturschutz, Sensibilisierung und naturnahe Freizeitnutzung, damit der See für die Menschen Quelle der Erholung bleibt, während die Schutzgebiete für eine Fülle von Arten gepflegt, aufgewertet und erhalten werden. Die Naturstation Silberweide und der Rangerdienst am Greifensee werden von der Greifensee-Stiftung geführt. (zo)


Vernissage Naturlabor: Samstag, 28. März, 11 Uhr in der Naturstation Silberweide, Seestrasse 37, Mönchaltorf

Öffnungszeiten (April – Oktober): Mittwoch und Freitag: 12 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag: 10 bis 18 Uhr

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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