«Es ist einfach völlig daneben, so etwas zu tun»
Vandalismus in Seegräben
Vergangenes Wochenende wurde eine öffentliche WC-Anlage in Seegräben verwüstet. Wer dafür verantwortlich ist, bleibt bisher unklar.
Für Eveline Tranquillo gehört ein Spaziergang entlang des Pfäffikersees längst zum festen Wochenendritual. Manchmal ist sie dabei mit ihrem Enkel unterwegs. Dann freut sie sich besonders über das relativ neue WC-Häuschen in Seegräben, das einen Wickeltisch hat und gut mit dem Kinderwagen zugänglich ist.
Doch am vergangenen Samstag, 22. November, traf sie beim Betreten der Sanitäranlage der Schock: «Die gesamte Anlage war verwüstet. Nicht einmal der Wasserhahn funktionierte mehr.»
Zerstörung hinter der Tür
Während die WC-Anlage unterhalb des Juckerhofs gelegen von aussen unversehrt wirkt, zeigt sich im Inneren ein Bild der Verwüstung: ein beschädigter Radiator, ein verbogener und nicht mehr funktionierender Wasserhahn, ein zerstörter Papierspender sowie zahlreiche Bruchstücke auf dem Boden.
Die Dürntnerin war beim Anblick fassungslos. «Warum tut man so etwas?», fragt sie sich. «Es ist einfach völlig daneben, so etwas zu tun.»


Die Dürntnerin entdeckte offenbar als eine der Ersten die zerstörte Toilettenanlage. Der Unterhaltsdienst bemerkte den Schaden laut der Gemeinde Seegräben erst am Sonntagmorgen.
«Daraufhin haben wir umgehend eine Anzeige gegen unbekannt erstattet», erklärt Marc Thalmann, Gemeindeschreiber von Seegräben. Der Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich bestätigt dies auf Anfrage und fügt hinzu, dass derzeit Ermittlungen laufen. Weitere Details können derzeit nicht genannt werden.
«Sollten aus der Bevölkerung Kenntnisse zum Fall bekannt sein, sind wir um eine Meldung dankbar», so Thalmann.
Reparaturkosten im vierstelligen Bereich
Vandalismus an öffentlichen Einrichtungen in Seegräben sei selten. «Bei der Toilettenanlage handelt es sich in drei Jahren um den ersten Vorfall», sagt Thalmann. Entsprechend führt die Gemeinde keine Statistiken zu solchen Schäden und hat bislang keine speziellen Präventionsmassnahmen ergriffen. Ob aufgrund des aktuellen Vorfalls zusätzliche Schritte geplant werden, wird derzeit geprüft.
Die ursprünglichen Kosten für das WC-Häuschen beliefen sich beim Bau vor drei Jahren auf rund 290’000 Franken. Für die Reparatur des aktuellen Schadens rechnet die Gemeinde mit rund 5000 Franken.
Wann die Anlage wieder geöffnet werden kann, ist noch offen. Die Gemeinde wartet derzeit auf die nötigen Ersatzteile. «Wir hoffen auf eine möglichst schnelle Reparatur, denn die Toilette wird sehr geschätzt», so der Gemeindeschreiber. Sobald ein Termin feststeht, informiert die Gemeinde über die Wiedereröffnung.