Er lebte ein Leben voller Farben, Menschen und Geschichten
Die Öffentlichkeit kannte ihn als Präsident der Sekundarschule Turbenthal-Wildberg. Doch von Bruno Pfenninger bleibt weit mehr als sein Ruf als sympathischer Amtsträger. Ein Nachruf.
Autorin: Sabine Oberländer
Wer Bruno Pfenninger kannte, hat ihn nicht einfach nur gekannt: Bruno hat man erlebt. Als fröhlichen Begleiter und zugewandten Zuhörer. Als Menschenfreund mit einem grossen Herzen und einem stets offenen Ohr – und meistens auch einem humorvollen Spruch auf den Lippen.
Bruno war überall dort, wo das Leben stattfand: an Gemeindeversammlungen, Dorffesten, Musikanlässen, Sportevents. Nicht selten mit Notizblock und Kamera unterwegs, als Berichterstatter für den «Tössthaler». Sicher immer mittendrin, nie am Rand. Er mochte die Menschen, und die Menschen mochten ihn.
Bruno hatte eine extragrosse Portion Herzlichkeit, Neugier und Humor – und eine besondere Mischung aus Tatkraft und feinem Gespür für Menschen. Wer ihn zum Freund hatte, hatte einen treuen Weggefährten. Wer mit ihm zu tun hatte, wurde gesehen: ob als Kind in der Sekundarschule, als Lehrperson, als Kollege im Verein, als Mitstreiterin in der Politik – oder einfach als Mensch mit einem Anliegen.
Bruno begegnete den Menschen mit Interesse und Herzlichkeit, ohne Vorbehalt und ohne Unterschiede zu machen. Und wenn die alte Dame zum zigsten Mal nicht mehr wusste, wie ihr Radio funktioniert, dann kam er halt noch einmal vorbei und erklärte es ihr. Geduldig, herzlich, selbstverständlich.
Bruno war ein Familienmensch durch und durch. Seine Frau, seine Kinder und Enkelkinder waren sein Herz. Wenn er mit ihnen zusammen war oder von ihnen erzählte, wurde seine Stimme weich, und seine Augen leuchteten.
Sein Engagement war vielseitig: Er war Präsident der Sekundarschulpflege, Stiftungsrat der Musiktage, Quästor im Verein zur Erhaltung alter Handwerks- und Industrieanlagen im Zürcher Oberland und vieles mehr. Bruno war Organisator und Möglichmacher.
Wenn es etwas zu feiern gab – Bruno war dabei. Und ganz sicher morgens in den Skiferien als Erster an der Gondel. Mit sanftem Druck auf die Skigruppe und einem Augenzwinkern, wenn sich später herausstellte, dass es doch auch einen späteren Bus gegeben hätte.
Bruno war kein Mensch für graue Anzüge. Er trug Farbe, innerlich wie äusserlich, brachte Licht und Farbe in viele Leben. Jetzt ist Bruno gegangen, ruhig und friedlich im Kreis seiner Familie. Es bleibt so vieles: sein Lachen, sein warmherziger Händedruck, seine ansteckende Begeisterung, sein Einsatz für andere.
Wir sind traurig, ihn verloren zu haben, und unendlich dankbar, dass wir ihn hatten.