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Gesellschaft

Ein Hauch von Italianità im Chilepark Turbenthal

Was haben Italien und der Chilepark Turbenthal gemeinsam? Eine Tafelrunde fürs gemeinsame Kochen, Essen und Geniessen.

Zur Tavolata kommen Menschen im Chilepark zusammen. Menü, Musik und Geselligkeit lassen ein schönes italienisches Ambiente entstehen.

Foto: Claudia Mracsek-Biotti

Ein Hauch von Italianità im Chilepark Turbenthal

Tavolata der Kirchgemeinde

Bruschette, Penne und Popcornmuffins: An der Tavolata im Chilepark konnten sich die Gäste in italienischer Manier die Bäuche vollschlagen. Und dabei das Zusammensein geniessen.

Claudia Mracsek-Biotti

Der Veranstaltungsname Tavolata stammt aus Italien und bezeichnet eine Tafelrunde, wo sich Menschen zum gemeinsamen Kochen, Essen und Geniessen treffen. Das Angebot gibt es dank der Reformierten Kirche auch in Turbenthal.

«Viva la Mamma» rockte es aus dem Lautsprecher der OffenBar im Chilepark. Eigentlich hätte es an diesem Abend auch «Viva la Monika» heissen können.

Monika Di Benedetto, Kirchenpflegepräsidentin der Reformierten Kirche Turbenthal, war es, die in der Küche die Kelle schwang. Mit ihrem Partner Pierpaolo als Helfer umsorgte sie anlässlich der Tavolata die Gäste und verwöhnte sie nach bester italienischer Manier.

Kochen
Kirchenpflegepräsidentin Monika Di Benedetto rührte den Kochlöffel und verwöhnte die Gäste mit einfachen Köstlichkeiten.

Denn fürs gemeinschaftliche Kochen am Nachmittag hatte sich niemand angemeldet. «Ich bin da ganz flexibel, koche immer nach Gefühl und das, was mir spontan einfällt», verrät Di Benedetto ihr Rezept für ein gelungenes Menü.

Auf der Karte stand an diesem Abend typisch Italienisches: Zum Apéro gab es Bruschette mit einer frisch zubereiteten Rucola-Pinienkernen-Paste, als Hauptgang Penne wahlweise mit Zucchetti und Speck oder Tomatensugo mit Burrata und zum Dessert frisches Obst.

Für die jungen Gäste rundeten Popcornmuffins das Menü ab. «Die Zucchetti und Topping-Tomätli haben wir aus dem Gemeinschaftsgarten ernten können», erzählte die Kirchenpflegepräsidentin erfreut.

Die Gemeinschaft fördern

Das gemeinsame Abendessen konnte diesmal bis zum Schluss unter freiem Himmel stattfinden. Als es leicht zu regnen begann, tat das der Stimmung keinen Abbruch.

Die Gäste freuten sich über den Regenbogen, die Kinder spielten fröhlich weiter im Sand. Alle genossen die Gaumenfreuden, die italienischen Canzoni und den familiären Austausch im Chilepark.

Der Grundgedanke der Tavolata sei die Förderung der Gemeinschaft über die Grenzen hinweg, erklärte Di Benedetto. «Es würde mich sehr freuen, wenn die Tavolata sich mit der Zeit selbst organisiert, indem abwechslungsweise jemand das Ruder in die Hand nimmt – obwohl ich es sehr gern mache.»

Spontaner Entscheid

Porträt
Sarah Franklin hat über Facebook von der Tavolata erfahren.

«Ich war schon an einigen Veranstaltungen seit der Eröffnung des Chileparks Turbenthal. Wir wohnen gleich nebenan. Von der Tavolata habe ich über Facebook erfahren und bin spontan mit meiner sechsjährigen Tochter gekommen. Die Pasta hat es ihr angetan, obwohl sie sonst recht heikel ist. Ich finde es ebenfalls mega fein. Es ist schön, dass auch Menschen, die sonst nicht auswärts essen gehen würden, teilnehmen können, da man sich das Menü für 10 beziehungsweise 5 Franken eher mal leisten kann.»

Sarah Franklin

Ideal für Familien

Porträt
Brigitte Meierhofer ist vom Angebot beeindruckt.

«Ich finde es eine mega gemütliche und vielseitige Runde und bin schon zum zweiten Mal bei der Tavolata dabei. Letztes Mal fand sie im Kirchgemeindehaus statt. Ich bin beeindruckt, wie viel Aufwand Monika Di Benedetto leistet und wie fein das Essen auch bei grösseren Mengen wird. Ich habe dafür extra das Mittagessen ausgelassen. Es wäre schön, wenn die Treffen vom Alter her noch besser durchmischt wären und mehr Junge und Eltern mit Kindern teilnehmen würden. Der Rahmen ist ideal für Familien.»

Brigitte Meierhofer

Anregender Austausch

Porträt
Wilma Wüest informiert sich regelmässig über das Geschehen im Chilepark.

«Die Atmosphäre ist wunderbar, das Essen fantastisch, und die italienische Musik sorgt richtig für Italianità. Der Platz ist sehr gut gestaltet und strahlt dank den kunterbunt bemalten Wimpeln viel Fröhlichkeit aus. Ich informiere mich regelmässig über die Website der Reformierten Kirche, was im Chilepark läuft. Ich fand den Austausch über Wanderungen und interessante Veranstaltungen mit meinen Tischnachbarn anregend.»

Wilma Wüest

Etwas Gutes fürs Gemüt

Porträt
Daniel Kamber wollte an der Tavolata neue Menschen kennenlernen.

«Seit der Eröffnung im Juli bin ich schon das dritte Mal an einer Veranstaltung hier. Ich war auch schon allein da am Morgen, habe die Ruhe genossen und, gemütlich am Bistrotisch sitzend, ein Buch gelesen. Ich bin zur Tavolata gekommen, um in Gesellschaft zu sein und Menschen kennenzulernen. Ich schätze es, wenn etwas läuft. Hier gibts was Gutes fürs Gemüt und für den Bauch. Ich habe den Abend sehr genossen.»

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