Effretikon wächst in die Höhe – zweites Hochhaus geplant
Siegerprojekt im Stadthaus zu sehen
Das Zentrum in Effretikon wird verdichtet. Im Gebiet westlich des Bahnhofs soll beim Kreisel gegenüber vom Märtplatz ein 55 Meter hohes Hochhaus entstehen. Ein ähnliches Gebäude ist bereits in unmittelbarer Nähe geplant.
In Effretikon verdichten sich die Pläne für zwei weitere Baufelder im Zentrum. 55 Meter hoch soll dort ein Hochhaus gegenüber dem Märtplatz westlich des Bahnhofs gebaut werden. Es ist damit gleich hoch wie das geplante Wohn- und Geschäftshaus Rosenweg, das unmittelbar daneben beim geplanten neuen Bushof entstehen soll. In Zukunft werden also zwei Leuchttürme beim Bahnhof in den Himmel ragen.
Es entsteht ein verdichtetes Zentrum
Im Stadthaus wurden am Freitagabend die Pläne des neuen Hochhauses und weiterer Gebäude präsentiert, die auf der anderen Seite der Strasse aus dem Boden schiessen sollen.

Die neu präsentierten Bauten befinden sich auf den Baufeldern E1 und E2 im Gebiet zwischen Illnauerstrasse, Rikonerstrasse und Hinterbüelstrasse und sind in Privatbesitz.
Der Masterplan Zentrumsentwicklung Bahnhof West von 2018 dient als Grundlage für die Entwicklung des städtischen Quartiers mit Mischnutzung von Wohn- und Arbeitsflächen.
Siegerprojekt kommt aus Winterthur
Fünf Architekturteams tüftelten an einem möglichst passenden Wurf. Die Beurteilung der Beiträge erfolgte durch ein Gremium unter der Leitung von Architekt Dani Ménard, wobei unter anderem die städtebauliche Setzung, die Architektur, Freiräume, Erschliessungslösungen sowie Nachhaltigkeitskriterien bewertet wurden.
Das Team der BDE Architekten aus Winterthur erfüllte die Anforderungen nach Ansicht der Jury am besten. Das Siegerprojekt zeichnet sich durch die fünfeckige Form und die architektonische Gestaltung des 55 Meter hohen Gebäudes aus.

Die Jury um Ménard überzeugte vor allem die Verbindung des Hochhauses mit dem sechseckigen Gebäude, das beim Bushof geplant ist. «Die Hochhäuser werden miteinander kommunizieren», sagte Ménard bei der Präsentation des Projekts.
Für die Stadt ist es zentral, dass publikumsorientiert gebaut wird. Wichtig sei dafür das Gewerbe, welches sich künftig einmieten werde. «Es soll Leben entstehen», sagte Stadtpräsident Marco Nuzzi (FDP). Wichtig für die künftige Schwammstadt seien auch die Grünflächen, die rund um die Gebäude geplant seien. «Für uns war es wichtig, dass ein Landschaftsarchitekt involviert ist», erklärte Nuzzi weiter.
Die rund 130 Wohnungen auf den beiden Baufeldern richten sich an Menschen, die Wert auf Zentralität, Flexibilität und Mobilität legen. Das Angebot umfasst Wohnungen von 1½ bis 5½ Zimmern, wobei der Fokus auf kleineren und mittleren Grössen liegt.
Wenn alles nach Plan läuft, soll bereits im Jahr 2025 gebaut werden. Die Bauzeit soll rund zweieinhalb Jahre dauern.
Ausstellung im Stadthaus
Das Siegerprojekt und die vier weiteren Beiträge des Studienauftrags werden vom 29. Januar bis zum 2. Februar in einer Ausstellung im Foyer des Stadthauses Effretikon präsentiert. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung für Interessierte zugänglich.