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Wildes Hin und Her

Dübendorf fast dran – und doch ohne Lohn

Der FC Dübendorf steckte im Interregio-Duell gegen Leader Thalwil nie auf und zeigte eine Leistung, die für den weiteren Abstiegskampf Mut macht.

Im Lager des FC Dübendorf gab es nach Spielschluss trotz einer ordentlichen Leistung lange Gesichter. (Archiv)

Foto: Christian Merz

Dübendorf fast dran – und doch ohne Lohn

Wildes Hin und Her

Der FC Dübendorf steckte im Interregio-Duell gegen Leader Thalwil nie auf und zeigte eine Leistung, die für den weiteren Abstiegskampf Mut macht.

Ganz zum Schluss durfte Eldin Omerovic noch einmal aus günstiger Position einen Freistoss treten. Doch der Dübendorfer, der in der ersten Hälfte praktisch mit dem Abpfiff getroffen hatte, schaffte dieses Kunststück kein zweites Mal. Er drosch den Ball via Mauer neben das Tor und konnte die knappe 2:3-Niederlage seiner Mannschaft gegen Thalwil nicht mehr verhindern.

Dass die ansprechende Leistung des FC Dübendorf unbelohnt blieb, betrübte dessen Trainer natürlich. Wenn man dem Leader über weite Strecken Paroli biete und gegen diesen gar einen Zweitorerückstand aufhole, «dann ist es enttäuschend, wenn du am Ende doch leer ausgehst», sagte Shaip Krasniqi. Allerdings habe sein Team mit dieser Leistung gezeigt, dass der Ligaerhalt definitiv noch zu schaffen sei. «Wenn wir weiter so spielen wie in dieser und der letzten Partie, dann werden wir unsere Punkte holen», ist der FCD-Coach überzeugt.

Nach Tohuwabohu machtlos

Tatsächlich zeigte der Tabellenvorletzte schon zu Beginn, dass ihm der erste Rückrundenerfolg am vergangenen Wochenende gutgetan hatte. Er trat selbstbewusst auf, versteckte sich nicht vor den favorisierten Gästen und wusste insbesondere kämpferisch zu überzeugen. In Rückstand geriet er nach einer Viertelstunde dennoch. FCD-Keeper Sascha Blaser wehrte zwar erst einen Foulpenalty ab, doch nach einem Tohuwabohu im Anschluss an die folgende Ecke war er machtlos.

Auf das Gegentor folgte Verletzungspech: Erst musste Blaser vom Feld, und kurz darauf war die Partie auch für Innenverteidiger Lorenzo Giorgi gelaufen. Vor der Auswechslung noch in Unterzahl spielend und deshalb unsortiert, musste der FCD prompt den zweiten Treffer hinnehmen.

Doch obwohl sich an diesem Abend vieles gegen die Dübendorfer verschworen zu haben schien, dachten diese nicht ans Aufgeben. Und tatsächlich liess Omerovic noch vor der Pause die Hoffnungen auf ein Erfolgserlebnis wieder aufleben, als er mit einem gekonnten Schlenzer per Aussenrist verkürzte.

Rückstand statt Vorsprung

Im zweiten Abschnitt dauerte es gerade einmal 30 Sekunden, bis der FCD endgültig wieder im Spiel war. Dann nämlich verwertete Ricardo Pereira einen Abpraller und glich mit seinem ersten Saisontor aus. Der Schuss davor war vom stets aktiven Diart Iseni abgegeben worden. Und genau dieser hätte das Heimteam nach einem schweren Thalwiler Abwehrfehler nur wenig später gar in Führung bringen können; er scheiterte aber aus kurzer Distanz am gegnerischen Torhüter.

Der Leader wirkte nun wenig souverän und liess sich auf ein munteres, mitunter wildes Hin und Her ein, bei dem er das bessere Ende dann aber doch für sich behielt.

Nachdem die Gäste eine Grosschance vergeben hatten und der Dübendorfer Konter wegen angeblichen Offsides unterbunden worden war, waren sie nämlich selbst nach einem schnellen Gegenstoss erfolgreich. Und die finalen Bemühungen der nie aufsteckenden Dübendorfer überstanden sie unbeschadet.

Dübendorf - Thalwil 2:3 (1:2). – Tore: 17. Gjukaj 0:1. 41. Tolaj 0:2. 45. Omerovic 1:2. 46. Pereira 2:2. 68. Morina 2:3.

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