DNA-Analyse bestätigt Wolfsriss nahe dem Tösstal
Er trieb sein Unwesen in Dussnang
Laboruntersuchungen belegen, was ohnehin vermutet wurde: Ein Wolf riss Anfang Monat die drei Alpakas in Dussnang. Der Übeltäter könnte indes schon über alle Berge sein.
Anfang April ist es im thurgauischen Dussnang – nur wenige Kilometer vom Tösstal entfernt – zu einem Wolfsriss gekommen. Das Tier tötete drei Alpakas auf einer eingezäunten Weide.
Der Kanton Zürich reagierte prompt und sendete über einen SMS-Warndienst einen Alarm an die Nutztierhalter im Kanton. Auch ein Tösstaler Landwirt, der nur unweit der Kantonsgrenze Schafe hält, zeigte sich betroffen über den Vorfall.
Die Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Thurgau ging damals anhand der Rissspuren «mit hoher Wahrscheinlichkeit» von einem Wolf aus. Wie die Behörde schreibt, bestätigen die Resultate der DNA-Untersuchungen diese Vermutung nun zweifelsfrei.
Keine Spur mehr vom Wolf
Derzeit laufen Untersuchungen, um das Raubtier eindeutig zu bestimmen – etwa, wo es herkommt und ob es zu einem bestimmten Rudel gehört.
Seit dem Vorfall in Dussnang gab es keine weiteren Zwischenfälle dieser Art. Zudem erhielt die Thurgauer Jagd- und Fischereiverwaltung keine weiteren Hinweise auf eine Anwesenheit des Wolfs. Sie vermutet, dass der Wolf abgewandert ist oder sich aktuell heimlich verhält.
Sie weist aber darauf hin, dass in der ganzen Schweiz jederzeit mit wandernden Wölfen gerechnet werden muss. Der Kanton Thurgau prüfte ausserdem eine Abschussbewilligung. Die rechtlichen Voraussetzungen dafür waren allerdings nicht gegeben.