Diesmal war Gossau nur Mittelmass
Obwohl der FC Gossau den besten Torschützen der 2. Liga in seinen Reihen weiss, belegt er heuer nur einen Rang im hinteren Mittelfeld. Der Trainer findet das gar nicht so schlecht.
Zum Schluss gab es für den FC Gossau noch einmal eine Niederlage. Er unterlag Herrliberg 1:3 und beendet die Saison im 9. Rang. Obwohl der FCG damit so schlecht platziert ist wie noch nie unter seiner Ägide, ist Andreas Häsler gar nicht mal so unzufrieden. Natürlich habe er sich die Saison etwas anders vorgestellt, nachdem sein Team noch in der letzten Saison lange im Aufstiegsrennen mitgemischt hatte. «Aber immerhin haben wir den Ligaerhalt souverän geschafft», sagt der Trainer, der nicht müde wird zu betonen, dass «der kleine FC Gossau» in den vergangenen Jahren «überperformt» habe. Besonders freut ihn, dass seine Mannschaft nach schlechteren Spielen jeweils zügig eine Reaktion zeigte.
Ärgern tut Häsler hingegen, dass sich seine Schützlinge mehrfach durch gröbere Eigenfehler selbst um Punkte gebracht haben. Bei all den Verletzungssorgen sei es aber auch nicht einfach gewesen. «In der Rückrunde konnte ich kaum einmal mit demselben Innenverteidiger-Paar antreten», klagt der Coach. Immerhin erlaubten es ihm die Partien, in denen es nach dem gesicherten Klassenerhalt um nichts mehr ging, diversen jungen Spielern Einsatzzeit zu gewähren und sie so mit Blick auf die kommende Saison an die erste Mannschaft heranzuführen.
Christen bleibt wohl
Weil ihm die Mannschaft das Vertrauen ausgesprochen hat und ihm der Job noch immer Spass macht, hat Häsler seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Assistiert wird er künftig aber nicht mehr von Fabio De Nunzio, der zusammen mit Diego Zoller, der als Stürmer im FCG die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte, das Traineramt beim FC Meilen übernimmt. Zur Seite stehen wird ihm stattdessen Thiago Alves, der seine Aktivkarriere nach über 300 Spielen für Gossau ebenso beendet wie Dani Meier.
Erhalten bleiben wird den Oberländern dafür voraussichtlich Topscorer Riley Christen, der ziemlich genau die Hälfte (!) aller Gossauer Tore erzielte. Der FCG-Coach, der von seiner Mannschaft wieder mehr physische Präsenz fordert und mit ihr auch im läuferischen Bereich intensiv zu arbeiten gedenkt, stapelt dennoch bewusst tief. Als Ziel definiert er lediglich den «sicheren Nicht-Abstieg», denn «lieber kündigen wir nicht viel an und liefern dann mehr als umgekehrt».
Gossau - Herrliberg 1:3 (0:2). – Tore: 30. Wyss 0:1. 39. Wyss 0:2. 73. A. Lustgarten 0:3. 81. J. Fankhauser 1:3.