Diese Laufstrecken rund um Wetzikon mag Fabienne Schlumpf am liebsten
Wollen Sie den Feiertagsspeck abtrainieren und wissen nicht, wo? Oder wollen Sie wissen, wo die beste Schweizer Marathonläuferin in der Region trainiert? Wir helfen.
«Draussen ist es doch am schönsten!» Der eine oder die andere wird derzeit zwar erwidern: «Wenn es nicht gerade eisig und grau ist.» Doch was Fabienne Schlumpf sagt, gilt eigentlich allermeist für alle. Sport treiben tut gut – vor allem, wenn man das an der frischen Luft macht.
Schlumpf wurde sich dessen in letzter Zeit einmal mehr bewusst. Weil sie sich von einer Verletzung erholt, verbrachte sie in den vergangenen Wochen gezwungenermassen mehr Zeit im Fitnesscenter als in der Natur. «Ich habe die frische Luft vermisst», sagt sie.
Die Schweizer Marathon-Rekordhalterin trainiert zwar oft im Engadin und derzeit gar in der Wärme Südafrikas – doch meistens macht sie sich von ihrem Wetziker Zuhause aus auf den Weg. Ohne detaillierten Streckenplan, sondern vielfach einfach der Nase nach. «Ich entscheide mich oft spontan.»
Als Motivation für die Umsetzung von Neujahrsvorsätzen oder schlicht als Inspiration für ein Lauftraining stellen wir vier Routen in den Lieblingslaufgebieten von Fabienne Schlumpf vor.
Noch nicht viel Lauferfahrung? Keine Lust auf lange Runden? Oder schlicht zu wenig Zeit? Dann empfiehlt sich diese Runde südlich des Pfäffikersees. Knapp vier Kilometer und quasi keine Höhendifferenz umfasst sie.
Fabienne Schlumpf bezeichnet das Gebiet als ihren «Spielplatz», schliesslich wohnt sie in Robenhausen. Die kurze Runde dort ist für sie eine Basis, die sie mit weiteren Schlaufen ausbaut – denn was sind schon knapp vier Kilometer für eine Marathonläuferin.
Wer mit dem ÖV unterwegs ist, nimmt am besten den Bus zur Haltestelle Buchgrindel. Von da den Pfahlbautenweg entlang Richtung Robenhauser Ried – wer mag, kann die rund 500 Meter bis an die Strecke schon als Warm-up nutzen.
Hier die GPX-Datei der Route herunterladen.
Die Distanz wird zwar nicht grösser – aber nun ist es keine Runde mehr, sondern eine Strecke von A nach B. Und knackig daran ist die Höhendifferenz: Knapp 300 Höhenmeter gibt es nämlich zurückzulegen. Ausgangspunkt ist die Bushaltestelle Oberkempten. Von da geht es an der alten Nagelfabrik vorbei das Tobel hoch. Dann linker Hand aus dem Wald an der Anlage des FC Bäretswil vorbei Richtung Adetswil und von dort auf der Erholungshausstrasse immer weiter aufwärts.
Das Ziel ist nicht das Rosinli selber, sondern das Türli – ein noch etwas höher liegender Passübergang auf rund 850 Metern über Meer. «Am Schluss ist es ziemlich steil, aber es lohnt sich, auf die Zähne zu beissen», sagt Fabienne Schlumpf, «die Aussicht ist fantastisch.» Wer mag, geniesst die Aussicht auf dem Rückweg nach unten ebenso rennend. Und wer lieber einkehrt: Das Berggasthaus Rosinli ist nicht weit.
Hier die GPX-Datei der Route herunterladen.
Nach einer kurzen und flachen sowie einer ebenso kurzen, aber stets aufwärts führenden Strecke wird es nun länger. Und coupiert. «Immer etwas hoch und runter, nicht bergig, aber auch nicht flach», sagt Fabienne Schlumpf.
Von Seegräben aus geht es in den Oberustermer Wald. Die Strecke führt erst leicht bergab, bis man die Ottenhauserstrasse in der Nähe der Autobahnauffahrt quert, dann gehts wieder vermehrt aufwärts zurück über Ottenhausen.
«In diesem Gebiet sind meine Lieblingstrails», sagt Schlumpf, die sich als passionierte Waldläuferin beschreibt. Die vorgeschlagene Route ist deshalb nur eine von vielen möglichen im Oberustermer Wald.
Hier die GPX-Datei der Route herunterladen.
Zum Abschluss geht es auf eine etwas mehr als neun Kilometer lange und leicht coupierte Strecke. Bei den Wetziker Meierwiesen geht es los auf Feldwegen Richtung Hinwil und bei der Bushaltestelle Bossikon über die Zürichstrasse.
Dann steigt die bisher flache Strecke leicht an über den Pilgerweg, macht eine Schlaufe durch den Wald und führt via Ambitzgiriet und Unterwetziker Wald zurück. Letzteren nennt Fabienne Schlumpf den «Bibliothekenwald» und findet: «Er ist riesig gross, man bringt da schnell eine Runde von zwölf Kilometern oder mehr zusammen. Aber man muss aufpassen, dass man sich nicht verläuft.»