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Politik

Diese 9 Ideen sollen das Zentrum Oberwetzikon schöner machen

Der Stadtrat legt neue Ideen für eine Aufwertung des Zentrums Oberwetzikon vor. Die wichtigsten Leitideen in der Übersicht.

Auf der Visualisierung der Migros ist bereits in Ansätzen zu sehen, wie der Zentrumsplatz künftig aussehen könnte.

Visualisierung: PD/Migros

Diese 9 Ideen sollen das Zentrum Oberwetzikon schöner machen

 

1. Der Zentrumsplatz

Das Herzstück des Zentrums wird der strassenübergreifende Platz, der durch die Verschmelzung der beiden Teilplätze vor der Migros und dem Löwenplatz entstehen soll.

Dieser wird allerdings erst im Zuge des Bauprojekts der Migros im Zeitraum 2024 bis 2027 realisiert werden können. Der neue Zentrumsplatz soll sich «von Fassade zu Fassade» erstrecken und sich optisch durch einen speziellen Platzbelag von der Bahnhofstrasse abheben.

Die Stadt will in diesem Bereich auch konkret Hitzeinseln vorbeugen. «Für mich ist ganz klar, dass es auf dem Platz keine vollständig versiegelte Asphaltfläche geben wird, sondern auch fix gepflanzte Bäume zusätzlich zu mobilen Pflanzenkübeln», sagt die zuständige Stadträtin Susanne Sieber (FDP).

2. Farbige Liegen, Sitze und Töpfe

Bunte Sitz- und Liege-Elemente sowie Pflanzentröge sollen in einem ersten Schritt auf dem Löwenplatz Farbe ins Zentrum bringen. Diese Farben stehen gemäss Stadtrat «symbolisch für den Transformationsprozess».

Die Liegen, Sitze und Pflanzenkisten werden zunächst am Rand des Platzes aufgestellt. Die Bevölkerung soll ihre Meinung zur neuen Bepflanzung und den farbigen Sitzen via QR-Code-Abstimmung abgegeben können.

3. Ein Bereich für Festivals, Events und Wochenmarkt

Der Wetziker Wochenmarkt soll künftig auf beiden Seiten des Platzes stattfinden können.

Gleichzeitig soll der Zentrumsplatz auch für saisonale Events oder Festivals genutzt werden können. Deshalb wird in der Mitte ein Bereich dafür freigehalten.

4. Bushaltestelle

Die Bushaltestelle wird in die Platzfläche integriert. Zur Herausforderung dürfte bei der Platzgestaltung der niveaufreie Einstieg mit über 22 Zentimeter hohen Haltekante werden. Wo genau die Bushaltestelle sowie die Wartehäuschen künftig stehen werden, wird im weiteren Projektverlauf festgelegt.

Noch nicht ganz vom Tisch ist die Idee von Tempo 30 im Bereich des Zentrumsplatzes. Dazu wird der Kanton im sogenannten Gestaltungs- und Betriebskonzeptes Lösungsvorschläge konkretisieren. Sieber sagt dazu: «Der Stadtrat wünscht sich eine Tempo-Gestaltung, die den motorisierten Verkehr weniger stark bevorzugt.» Sie ist also für Tempo 30, kann es allerdings nicht so deutlich sagen.

5. Alleen entlang der Bahnhofstrasse

Als Kontrast zur Platzfläche will die Stadt Bäume alleenähnlich entlang der Bahnhofstrasse pflanzen. Selbstverständlich werden diese mit Rücksicht auf Privatgrund oder Trottoirs zum Teil leicht versetzt gepflanzt werden müssen. Auch dieser Ausbauschritt wird erst in einem Zeithorizont von 2024 bis 2027 realisiert werden.

6. Baumgruppen in Töpfen

Auf dem Zentrumsplatz will die Stadt als Begrünung Baumgruppen platzieren. Diese sollen mehrheitlich in mobilen Trögen aufgestellt werden. So sei der Platz flexibler nutzbar und gleichzeitig entstünden so Schatten- und Sonnenplätze, in denen sich die Menschen auch im Sommer aufhalten können.

7. Ruhe- und Spieloasen

In der Gasse und den Randgebieten des Zentrums will die Stadt sogenannte entsiegelte (sprich vom Beton befreite) Spiel- und Ruheflächen schaffen. Angedacht sind ein Schachspielfeld oder Asphalt für Boccia-Spiele. Ziel ist es, dass sich dort künftig die Bewohner des Zentrumsquartiers treffen.

8. Die Baustelle als Attraktion

Die Stadt will zudem, dass das Zentrum während der Umbauphase des Oberland Märts nicht an Attraktivität verliert. Das Einkaufszentrum soll bis 2027 umgebaut werden. Wobei bereits ein Rekurs hängig ist.

Während der Umbauphase soll die Baustelle allerdings so weit als möglich zur «Attraktion» werden, wie es Stadträtin Sieber ausdrückt.

So sollen Einblicke in die Baustelle möglich sein. «Ideen wie Gucklöcher, Hängematten unter dem Gerüst oder eine Tribüne von der man auf die Baustelle beobachten kann, haben wir diskutiert.» Während der Bauphase werde es natürlich Phasen geben, in denen er Lärm eine Belastung sei. «Aber daneben gibt es viel Interessantes für die Wetzikerinnen und Wetziker zu sehen.»

9. Restaurant-Terrassen beleben

Die Gastronomen und Gewerbler im Zentrum leisten einen wichtigen Beitrag bei der Belebung des Zentrums. Deshalb will die Stadt bei der Gestaltung der Plätze Rücksicht auf Aussengastronomie nehmen und diese aktiv in die Planung des Platzes miteinbeziehen.

«Die Gewerbler und Grundeigentümer sind zurzeit noch etwas zurückhaltend. Das ist auch verständlich, aber ich erhoffe mir, dass mit einer konkreten Belebung des Platzes auch bei ihnen die Lust aufkommt, das Zentrum aktiv zu mitzugestalten», sagt Susanne Sieber abschliessend.  

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