Die Kult-Zelte von Spatz gibt es jetzt auch zum Anziehen
Modische Kooperation
Im letzten Jahr rettete die Effretiker Firma Zelthangar die Zeltmarke Spatz. Jetzt spannt sie für eine Kollektion mit dem Aargauer Modelabel Nikin zusammen.
Die Zelte von Spatz geniessen bei vielen Kultstatus. Schon etliche Generationen Pfadi-, Cevi- oder Jubla-Mitglieder haben in Lagern darin übernachtet. Neu können die Spatz-Fans den Stoff, aus denen die robusten Zelte gemacht sind, sogar am Körper tragen.
Spatz – hinter der Marke steckt seit März 2025 der Effretiker Zelthersteller Zelthangar – gibt eine gemeinsame Kollektion mit dem Aargauer Modelabel Nikin heraus. T-Shirts, Caps und Taschen gibts ab sofort im Spatz-Look.
Für Zelthangar-Inhaber Diego Walder war die Übernahme im letzten Jahr – und damit wohl auch die Rettung von Spatz – eine Herzensangelegenheit. Diese Liebe für die Zelte teilen offenbar auch Nicholas Hänny und Robin Gnehm, die Gründer von Nikin und beide ehemalige Pfadfinder.
«Für uns ist Spatz eine echte Love Brand», lässt sich Hänny denn auch in einer Mitteilung zur Kooperation zitieren. «Viele unserer schönsten Erinnerungen sind in diesen Zelten entstanden.» Für Zelthangar-Chef Walder ist Zelten wiederum mehr als draussen übernachten. «Es geht um Gemeinschaft, Erlebnisse und Erinnerungen.»

Nikin und Spatz verbindet aber nicht nur die Liebe zum Zelten, sondern auch zur Natur. Das ehemalige Mode-Start-up Nikin hat sich bei der Gründung vor zehn Jahren dem Naturschutz verschrieben. Typisch ist das Tannenbaum-Logo, das auf jedem Produkt zu finden ist.
Für jedes gekaufte Kleidungsstück pflanzt eine Partnerorganisation einen Baum. Auf der Website steht der Zähler inzwischen bei 2,5 Millionen Bäumen.
Halb Poncho, halb Zelt
Die gemeinsam entworfene Kollektion ist schlicht gehalten. So sind etwa die Brusttaschen der T-Shirts aus dem originalen Zeltstoff. Auf der Tasche und dem Necessaire prangt sichtbar das Spatz-Logo. Nicht fehlen darf die für die Zelte typische rot-braune Farbe.
Für die Mode-Accessoires muss man aber durchaus tief ins Portemonnaie greifen. Die T-Shirts gibts für 60 Franken, für die Tasche muss man schon 120 Franken auf den Tisch legen.
Besonders sticht jedoch der sogenannte Biwak-Poncho ins Auge. Stolze 550 Franken kostet das Stück. Dafür lässt sich der braune Umhang auch in ein Einpersonenzelt verwandeln.


