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Das Budget wird höher, der Spirit soll bleiben

Nach der Aufstiegsparty gehts um Verträge: Was bedeutet der unverhoffte Erfolg für die Kaderplanung des EHC Dübendorf?

Zu bejubeln hatte der EHCD in dieser Saison viel – am Ende sogar den Wiederaufstieg.

Archivfoto: Christian Merz

Das Budget wird höher, der Spirit soll bleiben

Dübendorf nach dem Aufstieg

Die unverhoffte Rückkehr in die höchste Amateurliga MHL bringt dem EHCD Mehraufwand punkto Kaderplanung. Der Sportchef ist aber guter Dinge.

Genau ein Jahr und zwei Tage. So lange dauerte es, bis der EHC Dübendorf nach dem Abstieg aus der MHL in die höchste Amateurliga zurückkehrte. Mit dem 6:2-Sieg gegen Wiki-Münsingen in Bern wurde der direkte Wiederaufstieg am Samstag Tatsache.

Eine Woche vorher, nach der Niederlage in der Ostschweizer Finalserie gegen Wetzikon, waren im EHCD gleichermassen Wehmut und Demut auszumachen. Man war nach einer guten Saison zwar leicht enttäuscht über den (vermeintlich) verpassten Aufstieg, fand sich aber rasch damit ab, den Wiederaufbau in der 1. Liga noch eine Saison fortzuführen. Das Team dafür hätte er praktisch beisammen gehabt, sagt Sportchef Urs Wüst. Nun gehört der EHCD doch wieder zur MHL.

Wüst freute sich vor allem darüber, dass ihn viele Gratulationen von anderen MHL-Equipen erreichten. Für ihn bedeutet der Aufstieg aber gerade punkto Kaderplanung Mehrarbeit. Tatsache ist: Rund die Hälfte der aktuellen Equipe hatte zuvor ligaunabhängig bereits zugesagt. Weitere Details oder Namen gibt der Klub noch nicht bekannt – schliesslich laufen in dieser Woche noch Spielergespräche. Wüst spricht diesbezüglich von «positiven Zeichen».

Klar ist derzeit erst bei zweien, dass sie nicht mehr dabei sind: Verteidiger Sergio Piai muss seine Karriere mit Schulterproblemen beenden. Und Torhüter Rafael De Boni figuriert bereits seit kurz vor den Playoffs nicht mehr im Kader – aus disziplinarischen Gründen.

Wieder ein Try-out

Ganz sicher wird es nicht mehr so viele Wechsel geben wie im letzten Jahr nach dem Abstieg, als gleich 14 Spieler aufhörten. Doch wie damals organisiert der Klub auch nun ein Try-out. Vor Jahresfrist kamen rund 30 Spieler – nun rechnet Wüst mit deutlich kleinerem Aufmarsch, schliesslich sind die Ansprüche ans Niveau mit dem Aufstieg gestiegen. Der EHCD will in der MHL eine Mannschaft stellen, die nicht bis zuletzt um den Ligaerhalt zittern muss.

Dass diese Sichtungstrainings am Mittwoch und Freitag dieser Woche mit Einbezug der ganzen EHCD-Mannschaft stattfinden, erlaubt auch eine Beurteilung über die sportlichen Faktoren hinaus. Schliesslich ist es Wüst wichtig, auf dem in dieser Saison entstandenen Teamspirit aufzubauen.

Finanziell dürfte der Aufstieg kein Problem darstellen. Wüst sagt, sein Budget für das Fanionteam steige etwa im selben Mass, wie es nach dem Abstieg reduziert worden sei.

Schon vor einigen Wochen für eine weitere Saison unterschrieben hat Trainer Reto Stirnimann. Er wird allerdings einen neuen Assistenten erhalten; der in der Lions-Organisation engagierte Paul Berri gibt den Posten aus zeitlichen Gründen wieder ab.

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