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Das bietet die umgebaute Migros-Filiale in Bauma

Seit Donnerstag hat Bauma seine Migros-Filiale zurück. Im vergrösserten Sortiment findet sich neu auch das Lieblingsprodukt des Gemeindeschreibers.

Die Türen der Migros Bauma sind wieder für die Kundschaft geöffnet. Neu müssen sie die Filiale rechts betreten. Es gibt einen getrennten Ein- und Ausgang.

Foto: Bettina Schnider

Das bietet die umgebaute Migros-Filiale in Bauma

Neueröffnung im Tösstal

Sie ist heller, neuer und technisch auf dem neusten Stand: ein Besuch in der Migros-Filiale in Bauma. Das grössere Sortiment sorgt sogar für Freude beim Gemeindeschreiber.

Sechseinhalb Wochen mussten sich die Baumerinnen und Baumer mit dem Selbstbedienungsladen Migros teo zufriedengeben. Seit Donnerstag ist die Migros-Filiale in Bauma aber wieder offen – und erstrahlt in neuem Glanz.

«Heute gibt es keine Überraschung», sagte Oscar Langenegger, der Leiter der Direktion Immobilien der Migros Ostschweiz, am Tag vor der Neueröffnung bei einer Besichtigungstour. An dieser waren auch Vertreter der Gemeinde Bauma anwesend.

Es war klar, worauf er anspielte: Eigentlich war eine neue Filiale des orangen Riesen in der Überbauung beim Alten Landi geplant gewesen. Doch der Grossverteiler sprang kurzfristig ab, der Baurechtsvertrag konnte nicht vor die Gemeindeversammlung. In der Zwischenzeit ist klar, dass Konkurrentin Coop in die Bresche springt.

Stattdessen entschied sich die Migros, ihre Filiale vis-à-vis des Bahnhofs rundum zu erneuern – und zu erweitern. Eine Fläche von rund 50 Quadratmetern bildet nun den neuen Eingangsbereich. Früher befand sich dort die Geschenkboutique von Sabine Jud.

«Das Sortiment ist aufs Ganze gesehen nicht viel grösser geworden», sagte Martin Jenny, der zuständige Regionalleiter bei der Migros. «Aber wir können die Waren jetzt schöner präsentieren.»

Neu mit Abkürzung

Mehr Auswahl gibt es jetzt aber bei den Backwaren. Ebenso findet man mehr Convenience-Produkte im Eingangsbereich und eine Auslage für heisse Snacks, wie beispielsweise Schinkengipfeli. Diese befindet sich ebenfalls gleich beim Eingang und trotzdem nahe an den Kassen.

«Wer hier schnell rein und wieder raus will, um seinen ‹Znüni› zu posten, muss dann nicht durch den ganzen Laden gehen», erklärte Jenny. «Shortcut», das englische Wort für Abkürzung, nennt man dieses Konzept.

Wer durch die Filiale schlendert, merkt sofort, dass sie viel offener gestaltet ist als noch die alte Filiale. Die Gestelle sind anders angeordnet, und es gibt mehr Raum dazwischen.

Besonders hervorheben wollte Jenny die neuen Fenster beim Kassenbereich, bisher waren diese abgedeckt. «Wir mussten etwas darum kämpfen», sagte er. «Solche Fenster sind immer auch ein Kostenfaktor.»

Eine Neuerung gibt es zudem bei den Preisschildern. «Neu sind sie digital», erläuterte der Regionalleiter. Über WLAN wird der aktuelle Preis aus dem Kassensystem auf die Täfelchen übertragen. Neu bietet die Migros zudem das Self-Scanning-System Subito an. Kunden können ihre Waren somit während des Einkaufs selber scannen.

Doch nicht nur für Kunden ändert sich die Technik. Die Filiale wurde auch technisch auf Vordermann gebracht. Dazu gehören nicht nur energiesparende LED-Leuchten, sondern beispielsweise auch ein neues Kühlsystem.

«Und das alles in nur sechseinhalb Wochen», freute sich Thomas Brülisauer, der
Projektleiter Baumanagement der Migros Ostschweiz. Um diesen Zeitplan einzuhalten, waren bis zu fünfzig Handwerker gleichzeitig auf der Baustelle.

Lieblingsprodukte gefunden

Jetzt geht der Betrieb in der «normalen» Migros wieder los. Sehr zur Freude von Gemeindepräsident Andreas Sudler (parteilos). «Es ist wichtig, dass die Migros in Bauma bleibt, das stärkt uns als Zentrumsgemeinde», sagte er am Rundgang am Mittwoch gegenüber den Vertretern der Migros Ostschweiz.

Gleichzeitig durften er und die zuständige Gemeinderätin Karin Götz (parteilos) von der Detailhändlerin einen Scheck im Wert von 5000 Franken entgegennehmen. Der Betrag aus dem Förderprogramm Migros-Kulturprozent kommt der Baumer Kulturkommission zugute. «So können wir sicher auch wieder etwas ‹Grösseres› auf die Beine stellen», versprach die Gemeinderätin.

Während der Tour durch die neue Filiale gab es aber auch andere, kleinere Freudenmomente. So bei Gemeindeschreiber Roberto Fröhlich. Er entdeckte seinen heissgeliebten Blanc battu im Kühlregal. «Bisher gab es diesen nicht in Bauma.»

Und auch Felix Adelmeyer, Abteilungsleiter Hochbau, wurde fündig. Vanillewaffeln gibt es für den ehemaligen Präsidenten der Sekundarschulgemeinde Wila nun ab Donnerstag auch nahe an seinem Arbeitsort zu kaufen.

Die Baumerinnen und Baumer dürfen sich also über neue Produkte freuen. Dafür müssen sie wieder auf den Migros teo verzichten. «Dieser ist gut angekommen, 24 Stunden einkaufen war beliebt», sagte Gemeindepräsident Sudler.

Doch der Selbstbedienungsladen wird Bauma wieder verlassen. Einkaufen in der Migros kann man nun wieder von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr, und samstags bis 19 Uhr.

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