Abo

Wirtschaft

Dämpfer für Volketswil: Post verzichtet aufs Paketzentrum

Die Gemeinde hoffte auf ein Paketzentrum der Post. Nun hat das Unternehmen die Pläne sistiert.

Auf dem alten Waro-Areal in Volketswil war das regionale Paketzentrum geplant. Nun ist es fraglich, ob es jemals gebaut wird. (Archiv)

Foto: Philipp Gämperli

Dämpfer für Volketswil: Post verzichtet aufs Paketzentrum

400 neue Arbeitsplätze auf der Kippe

Volketswil bekommt in absehbarer Zeit kein regionales Paketzentrum. Die Post legt aus fadenscheinigen Gründen den Grossbau auf Eis.

An der Brunnenstrasse im Volketswiler Ortsteil Zimikon sollte die grosse Paketflut aus dem Oberland verarbeitet werden. Die Post hatte vor gut drei Jahren auf dem ehemaligen Waro-Areal den Bau eines regionalen Paketzentrums angekündigt. Nun legt der gelbe Riese die Pläne auf Eis.

Bekannt gemacht hat die Nachricht der «Blick». Der Hinweis dazu war ganz am Ende einer Medienmitteilung der Post von Mitte November platziert worden. Als Grund gibt das Unternehmen an, dass sich die Paketmengen in den letzten zwei Jahren stabilisiert hätten. Doch die Zahlen der Post zeigen ein anderes Bild: Seit zwei Jahren nimmt die Menge ihrer abgewickelten Pakete ab.

Zerstörte Hoffnung

Für Volketswil ist der Verzicht ein arger Dämpfer. Die Gemeinde tut sich seit Jahren schwer, den Abgang von Gewerbe- und Industrieplayern zu verhindern und neue Unternehmen anzulocken.

210 Millionen Franken wollte die Post in den Standort investieren, wo insgesamt 550 Mitarbeiter, davon 400 neue Stellen, beschäftigt werden sollten.

Dabei hatte die Post das ehemalige Waro-Areal bereits vor drei Jahren dem Erdboden gleichgemacht. Und eine Baubewilligung für das Projekt erteilten die Behörden 2023, wie der «Blick» schreibt. Weil es zu einer Einsprache gekommen war, ist sie aber erst seit Oktober 2024 gültig.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.