Gesundheit

Concordia zahlt wieder für Zusatz­versicherte in Zürcher Spitälern

Im letzten Juli hat die Krankenkasse acht Regionalspitälern den Vertrag gekündigt – darunter auch Uster und Wetzikon. Jetzt kam es zu einer Einigung.

So sieht ein Zimmer auf der Halbprivat-Abteilung im GZO aus.

Foto: PD

Concordia zahlt wieder für Zusatz­versicherte in Zürcher Spitälern

Tarifstreit beigelegt

Die Krankenkasse Concordia hat letzten Juli den Vertrag mit acht Zürcher Regionalspitälern gekündigt – darunter Uster und Wetzikon. Nun haben sich die Streitparteien auf einen neuen Tarif geeinigt.

Susanne Anderegg

Es ist eine gute Nachricht für jene Zürcherinnen und Zürcher, die eine Privat- oder Halbprivatversicherung bei der Concordia haben: Ab sofort zahlt ihre Krankenkasse wieder, wenn sie sich in einem der folgenden Regionalspitäler stationär behandeln lassen: Uster, Wetzikon, Zollikerberg, Bülach, Affoltern, Limmattal, Männedorf, See-Spital; das hat die Concordia auf ihrer Website kommuniziert.

Letzten Juli hatte sie die Verträge mit diesen Spitälern gekündigt, weil sie deren Preise zu hoch fand. Sie deckte seither nur noch den Tarif der Grundversicherung.

Intensive Verhandlungen geführt

Betroffen waren schätzungsweise Zehntausende Versicherte. Der Verband Zürcher Krankenhäuser (VZK), der für die Regionalspitäler die Tarifverhandlungen mit den Kassen führt, bestätigt die Einigung mit der Concordia.

Man habe neun Monate lang intensiv verhandelt und sich schliesslich zusammengerauft, sagt Ronald Alder, Mediensprecher des VZK. Die Krankenkasse Concordia habe «erhebliche Zugeständnisse» gemacht. Ursprünglich habe sie eine Tarifreduktion von 15 Prozent verlangt. «Das Resultat ist deutlich weniger.»

Bei der Concordia war am Mittwoch niemand für eine Stellungnahme erreichbar.


> > Lesen Sie hier nochmal im Detail, wie die Akteure damals argumentierten.


Hintergrund des Tarifstreits ist die Forderung der Finanzmarktaufsicht, dass die Krankenkassen die Preise für Spital-Zusatzversicherungen neu verhandeln müssen, weil diese vielerorts überhöht seien. Die Spitäler wiederum sind auf möglichst hohe Einnahmen aus der Behandlung von Privatpatientinnen und -patienten angewiesen, weil die Tarife in der Grundversicherung nicht kostendeckend sind.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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