Bubikon vergibt Konzession für lokales Fernwärmenetz
Für Anschluss an Kezo-Netz
Die Energie Zürichsee Linth AG soll den Aufbau und den Betrieb des Fernwärmenetzes innerhalb der Gemeinde übernehmen.
Schon in wenigen Jahren wollen sieben Gemeinden Energie über das geplante Fernwärmenetz ab der Kehrrichtverwertungsanlage Kezo in Hinwil beziehen. Neben den beiden Städten Uster und Wetzikon im Westen, sind dies im sogenannten Süd-Ast die Gemeinden Bubikon, Dürnten, Hinwil, Rüti und Rapperswil.
Im Süden ist die Energie Zürichsee Linth AG (EZL) aus Rapperswil-Jona für die Koordination und den Bau der Transportleitungen zuständig. Neben diesen sind aber auch Verteilnetze innerhalb der Gemeinden nötig.
Die entsprechenden Zuständigkeiten sind bisher noch nicht überall geklärt. Nicht alle Gemeinde wollen oder können dafür auf die örtlichen Gemeindewerke setzen. Einzig Rüti verfolgt im Süd-Ast eine gemeindeeigene Lösung.
Die EZL hatte deshalb bereits angekündigt, die Verantwortung für die lokalen Fernwärme-Verteilnetze in Bubikon, Dürnten, Hinwil und Rapperswil-Jona übernehmen zu wollen.
EZL übernimmt Finanzierung
Bubikon teilt nun als erste Gemeinde mit, dass sie die Konzession für das Fernwärmenetz auf dem Gemeindegebiet an die EZL vergibt. Die Energieversorgerin erhält damit den Zuschlag für den Aufbau und den Betrieb des Netzes. Sie trägt auch das finanzielle Risiko.
Für den Bubiker Gemeindepräsidenten Hans-Christian Angele (FDP) ist die Konzessionsvergabe an den externen Anbieter die beste Lösung, wie er bereits vor wenigen Tagen gegenüber der Redaktion sagte: «Die Gemeinde hat keinen eigenen Energieversorger, uns fehlen daher das Know-how, die personellen Ressourcen und die Erfahrung.»
Auch in Dürnten könnte bald ein Entscheid über die Konzessionsvergabe erfolgen. Die Planung ist gemäss dem stellvertretenden Gemeindeschreiber Carlo Wiedmer schon weit fortgeschritten.