Saubere Schlammschlacht
Empa-Blog
Die Empa-Forscherin Ellina Bernard tüfelt an einer nachhaltigen Alternative zu Beton und experimentiert dabei mit Lehm. Doch noch fehlt das Quäntchen für den Durchbruch.
Unsere heutige Art zu bauen ist schlecht fürs Klima. Allein bei der Zementherstellung entstehen rund 7 Prozent aller Treibhausgasemissionen weltweit. Manche Forschende wollen dieses Problem mit neuen Baumaterialien lösen – andere wiederum mit ganz alten. Zu Letzteren zählt auch Ellina Bernard vom Labor Beton & Asphalt der Empa in Dübendorf. Die Forscherin arbeitet an Lehm als nachhaltiger Alternative zu Beton.
Bauten aus Lehm begleiten die Menschheit seit fast 10'000 Jahren. Der Baustoff – ein Gemisch aus Tonmineralen, Sand und feinen Gesteinskörnungen – ist nahezu unbegrenzt verfügbar, wiederverwertbar und einfach zu verarbeiten. Er kann wie Beton in einer Verschalung verwendet werden, als sogenannte gegossene Erde. Oder aber man presst ihn zu vorgefertigten Bausteinen. An der Luft getrocknet, haben diese Lehmziegel eine günstigere Energiebilanz als ihre gebrannten Artgenossen, die Backsteine.

