Häftling entkommt bei einem Spitalbesuch in Uster der Polizei
Polizei fahndet
Ein 49-jähriger Gefängnisinsasse wird wegen angeblicher Symptome ins Spital Uster gebracht. Doch vor dem Spital kann sich der Häftling losreissen und wegrennen.
Am Donnerstagnachmittag gelang einem 49-jährigen Gefängnisinsassen die Flucht. Der Italiener, der wegen des Verdachts auf Vermögensdelikte inhaftiert worden war, wurde von der Polizei zu einer Untersuchung ins Spital Uster gebracht. Als zwei Polizeibeamtinnen den Häftling wieder zu ihrem Einsatzfahrzeug brachten und ihn ins Auto setzen wollten, riss sich dieser plötzlich los und rannte davon, wie «20 Minuten» berichtet.
Gemäss einem Augenzeugen, der am besagten Nachmittag seine Mutter im Spital besuchte, hat der Häftling den Anschein gemacht, als müsse er sich zur Unterstützung an den Beamtinnen festhalten. Er habe wegen seines sehr langsamen und unkoordinierten Gangs einen geschwächten Eindruck gemacht. Die Symptome soll der Häftling jedoch vorgetäuscht haben.
Gegen 15.30 Uhr, als sich der Augenzeuge auf den Heimweg machen wollte, hat er von draussen plötzlich lautes Geschrei gehört. «Bleiben Sie stehen, bleiben Sie stehen!», hätten die Einsatzkräfte gerufen. Die Polizei habe die Fahndung unmittelbar aufgenommen. Mehrere Polizeiautos seien binnen fünf bis zehn Minuten in der Umgebung aufgetaucht und hätten nach dem Flüchtenden gesucht. Dabei sei auch ein Personenspürhund zum Einsatz gekommen.
Suche läuft
Der Gefängnisinsasse konnte noch nicht gefasst werden, wie die Kantonspolizei auf Anfrage dieser Redaktion bestätigt. Die Suche laufe derzeit. Eine Personenbeschreibung gibt die Polizei aber nicht bekannt, da es sich nicht um eine öffentliche Fahndung handelt. Für die Bevölkerung bestehe aber keine Gefahr. Die Umstände zur Flucht werden zudem untersucht. Die Frage, ob der Häftling zum Zeitpunkt der Flucht Handschellen getragen habe, beantwortete die Kantonspolizei nicht.

