Raser-Pärchen flüchtet vor der Polizei – diese setzt Taser ein
Von der Hulftegg ins Tösstal
Sie überholten gefährlich, bremsten andere Autos aus und flüchteten schliesslich vor der Polizei. Weit kamen die 40-jährige Frau und ihr 45-jähriger Begleiter nicht.
Wildwest-Szenen auf der Hulftegg am Samstagnachmittag: Gegen 17 Uhr gingen bei der Notruf- und Einsatzleitzentrale St. Gallen mehrere Meldungen über ein Auto ein, das gefährlich überhole und andere Fahrzeuge ausbremse.
Kurz darauf missachtete der Lenker oder die Lenkerin das Haltezeichen einer Polizeipatrouille und flüchtete in Richtung Tösstal. Die Kantonspolizeien von St. Gallen und Zürich leiteten umgehend eine Fahndung ein und konnten das Fahrzeug kurze Zeit später auffinden: Es war parkiert, und die beiden Fahrzeuginsassen, eine 40-jährige Frau und ein 45-jähriger Mann, befanden sich ausserhalb des Autos.

Beide werden verdächtigt, das Fahrzeug abwechselnd in fahrunfähigem Zustand gefahren zu haben, der Mann zudem trotz Führerausweisentzug.
Widerstand und Elektroschock
Während die Frau den Anweisungen der Polizei Folge leistete, widersetzte sich der Mann und ging bedrohlich auf den Polizisten und die Polizistin zu. Diese setzten darauf das Destabilisierungsgerät ein, im Volksmund auch «Taser» genannt. Dabei werden zwei kleine Projektile mit Drähten abgefeuert, um Menschen durch Stromstösse kurzzeitig zu stoppen.
Trotz der sicher unangenehmen Erfahrung leistete der 45-Jährige bei der Festnahme weiterhin Widerstand. Er wurde dabei leicht verletzt und anschliessend medizinisch versorgt. Auch im Spital verhielt sich der Mann weiterhin unkooperativ. Er und die Frau wurden festgenommen. Das Auto wurde sichergestellt.
Im Einsatz standen mehrere Patrouillen der Kantonspolizei St. Gallen, eine Patrouille der Kantonspolizei Zürich, ein Rettungswagen und ein Amtsarzt.

