Schlangenfund in Hinwil: Tiere wurden offenbar ausgesetzt
Herrenlose Exoten
Ende Juli wurden in Hinwil eine Königsboa und eine Kornnatter gefunden. Wem die Tiere gehören, ist nach wie vor unklar.
Die zwei Schlangen, die am 23. und 26. Juli in Hinwil im Gebiet Stritacher gefunden wurden, hat vermutlich jemand ausgesetzt. Davon geht zumindest die Kantonspolizei Zürich derzeit aus. Denn bislang hat sich niemand gemeldet, um die Tiere zurückzufordern, wie die Polizei auf Anfrage mitteilt.
Bei den Reptilien handelt es sich um eine Königsboa (Boa constrictor) und eine Kornnatter (Pantherophis guttatus). Beide waren an der Wändhüslistrasse auf offenem Feld gefunden worden.
Aktuell befinden sich die Schlangen in der Obhut eines Reptilienspezialisten der Kantonspolizei Zürich. Dieser wird beigezogen, wenn in freier Wildbahn Reptilien gefunden werden, bei denen der Verdacht besteht, dass es sich nicht um heimische Arten handelt.
Das trifft auf beide Tiere zu: Die Königsboa stammt ursprünglich aus Südamerika, die Kornnatter aus Nordamerika. Beide Arten sind ungiftig und als Haustiere beliebt. Eine Königsboa kann bis zu drei Meter lang werden.
Sollte sich doch noch eine Besitzerin oder ein Besitzer melden, kann dies über die Schweizerische Tiermeldezentrale oder direkt bei der Kantonspolizei Zürich unter Telefon 058 648 48 48 erfolgen.

