Haus in Wald ist nach Brand unbewohnbar
Hoher Sachschaden
Am Sonntagabend brannte es in einem Wohnquartier in Wald. Die Bewohner des Wohnhauses mussten anderswo unterkommen.
Zahlreiche Einsatzkräfte rückten am Sonntag nach 20.15 Uhr an die Binzhaldenstrasse in Wald aus. An einem Wohnhaus war die Fassade in Brand geraten, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilt.
Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, waren die Bewohner der beiden Wohnhälften des Zweifamilienhauses bereits ins Freie geflüchtet. Sie blieben unverletzt.
Neben der Fassade hatte auch das Dach Feuer gefangen. Die Feuerwehren von Wald, Rüti und Hinwil konnten den Brand aber unter Kontrolle bringen.
Das Feuer sorgte jedoch für eine so grosse Zerstörung, dass die sechs Bewohner der beiden Wohneinheiten nicht mehr zurück ins Haus konnten. Alle seien in der Nacht privat untergekommen, heisst es auf Anfrage bei der Kantonspolizei. Sie stünden in Kontakt mit der Gemeinde, die Notwohnungen zur Verfügung stellen werde, falls das Haus längerfristig unbewohnbar bleibe.
Gemeindepräsident zeigt sich betroffen
Auch Gemeindepräsident Ernst Kocher (SVP) war am Sonntagabend vor Ort. «Es war keine schöne Nacht», zeigt er sich auf Anfrage betroffen. Schneefall sorgte zusätzlich für garstige Bedingungen. «Es geht jetzt darum, den betroffenen Menschen zu helfen und ihnen Sicherheit zu geben, um in ein normales Leben zurückzukehren.»
Kocher geht nicht davon aus, dass das Haus schon bald wieder bewohnbar sein wird. Die Gemeinde helfe dort, wo sie könne und wo Unterstützung nötig sei – notfalls auch mit Wohnungen.
Der Gemeindepräsident war erst am Unglücksort eingetroffen, als die Flammen schon gelöscht waren. Umso dankbarer zeigt er sich gegenüber den Einsatzkräften und vor allem den Nachbarn, die die Betroffenen – eine vierköpfige Familie und ein älteres Ehepaar – sofort aufgenommen hatten. «Ihnen gebührt ein grosser Dank.»
Besonders froh ist Ernst Kocher auch über die «geistesgegenwärtige und schnelle Reaktion» des jungen Familienvaters. «Ein grosses Kompliment, wie er reagiert hat und mit den Kindern aus dem Haus geflüchtet ist.»
Brandursache noch unklar
Gemäss ersten Erkenntnissen dürfte der Sachschaden mehrere hunderttausend Franken betragen. Ein lokaler Dachdecker wurde für die Erstellung eines Notdachs aufgeboten.
Die Brandursache ist noch unklar. Die Kantonspolizei hat vor Ort Auskunftspersonen befragt und Spuren gesichert. Die Ermittlungen laufen. Auf Anfrage kann die Polizei noch keine Ursache ausschliessen.
