Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Blaulicht

Mann verurteilt

Oberländer Rettungssanitäter im Einsatz mit Tod bedroht

Ein Verletzter, der einen zu Hilfe kommenden Zürcher Oberländer Rettungssanitäter attackierte, ist verurteilt worden.

Mit einer als Schild eingesetzten, schweren Einsatztasche – ähnlich derjenigen links im Bild – konnte der Rettungssanitäter den Angriff abwehren. (Symbolfoto)

Foto: Ernst Hilfiker

Oberländer Rettungssanitäter im Einsatz mit Tod bedroht

Mann verurteilt

Als er einem Verletzten helfen wollte, wurde ein Zürcher Oberländer Rettungssanitäter von diesem angegriffen. Dafür wurde der aggressive Patient nun verurteilt.

Was an einer Weihnachtsfeier in einem Restaurant am Bachtel im Dezember 2024 genau passierte, das steht nicht in einem kürzlich von der regionalen Staatsanwaltschaft erlassenen Strafbefehl. Jedoch, wie die Feier endete: mit einem Rettungsdiensteinsatz und einem anschliessenden Strafverfahren.

Angriff mit Einsatztasche abgewehrt

Es war nach Mitternacht, als die Regio 144 ein Aufgebot für einen Einsatz im Restaurant erhalten hatte. Ein Teilnehmer der Feier hatte eine Kopfverletzung erlitten.

Als der Rettungsdienst im Lokal eintraf, zeigte sich der Verletzte nicht froh, sondern er griff ein Mitglied des Regio-Teams an. Einerseits verbal, andererseits aber versuchte der Patient auch, dem Rettungssanitäter «mehrere Faustschläge in Richtung Bauchgegend zu versetzen», wie es im Strafbefehl heisst.

Schläge, die der Sanitäter mit einer mitgeführten, vor sich gehaltenen, mehrere Kilo schweren und sehr stabilen Einsatztasche erfolgreich abwehren konnte. Ein Verfahren, das im Rettungsdienst trainiert wird, jedoch in der Praxis nicht immer ganz einfach umzusetzen ist.

Zudem bedrohte der Verletzte den Rettungssanitäter. So sagte er zu diesem, «ich schlage dich tot». Der Helfer brach nun den Einsatz ab, flüchtete aus dem Lokal «und ersuchte um dringliche polizeiliche Unterstützung».

Bedingte Freiheitsstrafe

Der Vorfall an der Weihnachtsfeier hatte Konsequenzen: gegen den Angreifer wurde ermittelt, und nun erfolgte seine Verurteilung wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte. Der heute 55-Jährige fasste eine bedingte Freiheitsstrafe von 40 Tagen. Zudem muss er die Verfahrenskosten von 800 Franken tragen. Damit ist der Mann mit einer vergleichsweise eher milden Sanktion für seinen Ausraster gegenüber Rettungskräften davongekommen.

 

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns